Seagate verdoppelt Gewinn im zweiten Fiskalquartal

Der Profit klettert um 118 Prozent auf 933 Millionen Dollar. Darin ist allerdings eine einmalige Schadenersatzzahlung von Western Digital enthalten. Der Umsatz des Festplattenherstellers legt um 5 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar zu.

Seagate hat seinen Gewinn im zweiten Fiskalquartal (bis 2. Januar) mehr als verdoppelt. Der Nettoprofit legte um 118 Prozent auf 933 Millionen Dollar oder 2,76 Dollar je Aktie zu. Der Umsatz des Festplattenherstellers kletterte um 5 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar. Damit übertrifft Seagate die Gewinnerwartungen von Analysten, die einen Überschuss von 1,34 Dollar je Aktie bei Einnahmen von 3,73 Milliarden Dollar vorausgesagt hatten.

Seagate-Logo (Bild: Seagate)

Der Gewinnanstieg beruht allerdings auf einer Schadenersatzzahlung von Western Digital. Im Oktober hatte das Oberste Gericht des US-Bundesstaats Minnesota ein Urteil aus dem Jahr 2012 bestätigt, wonach Western Digital sowie ehemalige Mitarbeiter des Unternehmens Geschäftsgeheimnisse von Seagate missbraucht haben sollen. Inklusive Zinsen belief sich die Strafzahlung laut Seagate auf rund 800 Millionen Dollar.

Insgesamt lieferte Seagate in den letzten drei Monaten des Jahres Storage-Produkte mit einer Kapazität von 61,3 Exabyte (61,3 Millionen TByte) aus. Das entspricht einem Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

„Seagates Leistungen im zweiten Quartal sind das Ergebnis einer konsequenten Umsetzung und unserer soliden wettbewerbsfähigen Positionierung im Markt für Storage-Technologien“, sagte Seagate-CEO Steve Luczo. Zudem habe sein Unternehmen einen operativen Cash Flow von 1,4 Milliarden Dollar generiert, eine Dividende von insgesamt 177 Millionen Dollar ausgeschüttet und eigene Aktien im Wert von 18 Millionen Dollar zurückgekauft.

Für das dritte Fiskalquartal hat Seagate laut Bloomberg einen Umsatz von mindestens 3,45 Milliarden Dollar vorausgesagt. Analysten erwarten jedoch im Durchschnitt 3,59 Milliarden Dollar. Als Folge brach der Kurs der Seagate-Aktie gestern um 7,69 Prozent auf 59,06 Dollar ein. Im nachbörslichen Handel erholte sich das Papier wieder leicht und erzielte ein Plus von 0,46 Prozent. In den vergangenen 52 Wochen kostete eine Seagate-Aktie zwischen 48,21 und 69,40 Dollar.

Zuletzt hatte BS Teh, Seagates Senior Vice President of Sales, bei einer Veranstaltung in Singapur klargestellt, dass Seagate sich nicht mehr nur als reiner Festplattenhersteller sieht. Das Angebot umfasse durch verschiedene Übernahmen nun Festplatten, Solid-State-Hybridlaufwerke, SSDs, externe Storage-Produkte, Recovery- und Cloud-Services sowie vollständig integrierte Cloud-Systeme. „Wir wandeln uns von einem reinen Gerätehersteller, der nur Festplatten verkauft, zu einem umfassenden Storage-Unternehmen, das verschiedene Arten Storage-Ressourcen und Beratungsdienste anbietet.“

[mit Material von Natalie Gagliordi, ZDNet.com]

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Themenseiten: Quartalszahlen, Seagate, Storage

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