Amazon Web Services senkt Preise für Benachrichtigungen

Sowohl der Simple Notification Service als auch die älteren Simple Queue Services sind betroffen. Beide kosten jetzt einheitlich 50 US-Cent je Million Nachrichten. Die erste Million ist kostenlos.

Amazons Cloudsparte AWS hat erneut die Preise für bestimmte Dienstleistungen gesenkt. Diesmal sind Messaging und Benachrichtigungen betroffen: Amazon Simple Queue Services (SQS) und Amazon Simple Notification Service (SNS). In einem Blogbeitrag heißt es, man gebe durch Skalierung und Optimierung verursachte Kostensenkungen einfach an Kunden weiter.

Amazon Web Services

SQS existiert seit 2004. SNS startete Amazon dagegen erst 2010.

Die Preise für die SQS API sinken um 50 Prozent auf 0,50 Dollar pro Millionen API-Anfragen. Den gleichen Preis zahlen Amazon-Kunden nun für SNS-API-Zugriffe, was einer Preissenkung um 17 Prozent entspricht. Kostenfrei ist künftig die erste Million API-Zugriffe. Bisher waren nur bis zu 100.000 Abfragen ohne Berechnung geblieben.

Der Infrastrukturanbieter schreibt in einem Blogeintrag, er habe Kunden, die SQS „als Puffer vor Datenbanken und andere Dienste schalten“, während andere „SNS und SQS kombinieren, um identische Nachrichten an mehrere Warteschlangen zu verschicken.“ SQS ist stark mit EC2 und anderen Cloudangeboten verwoben, während SNS für Nachrichten zwischen Anwendungen oder von Anwendungen an Endanwender zum Einsatz kommt.

Die neuen Preise gelten ab heute. Ausgenommen ist nur Amazons speziell für US-Regierungsbehörden aufgesetzte GovCloud.

Mit der erneuten Preissenkung gibt sich Marktführer Amazon im Wettkampf mit Rivalen wie Microsoft Azure und Google Compute Engine weiter aggressiv. Im November hatten sowohl Amazon Web Services als auch Googles Clouddienst ihre Storage-Preise um 25 bis 30 Prozent reduziert.

Die Cloud-Technik ermöglicht es Unternehmen, flexibel auf aktuelle Anforderungen zu reagieren. Sie können etwa Kapazitäten schnell hinzubuchen, wenn sie benötigt werden, oder wieder senken, wenn die Nachfrage nachlässt. Da dafür keine eigenen Server oder andere Hardware angeschafft werden müssen, wird Cloud-Computing allgemein als Weg zur Kosteneinsparung gesehen. Für Amazon, Google und andere Anbieter ergeben sich daraus große Gewinnmöglichkeiten. Und es ist zu erwarten, dass die Nachfrage nach Cloud-Computing weiter steigt.

Nicht nur bei Cloud-Diensten liefern sich Google und Amazon einen harten Konkurrenzkampf. Auch im Tabletmarkt rivalisieren sie mit ihren 7-Zoll-Geräten Nexus 7 und Kindle Fire um die Gunst der Kunden.

[mit Material von Zack Whittaker, ZDNet.com]

Themenseiten: Amazon, Cloud-Computing, Strategien

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