Microsoft meldet Gewinnrückgang trotz Rekordumsatz im zweiten Quartal

Microsoft hat im zweiten Fiskalquartal (bis 31. Dezember) einen Rekordumsatz von 21,46 Milliarden Dollar erzielt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stiegen die Einnahmen um 3 Prozent. Der Gewinn des Unternehmens ging jedoch um 4 Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar oder 0,76 Dollar pro Aktie zurück.

Microsofts Kennzahlen zum zweiten Fiskalquartal 2013 (Grafik: <a href="http://de.statista.com/themen/239/microsoft/infografik/845/kennzahlen-von-microsoft/" target="_blank">Statista</a>)

Microsofts Kennzahlen zum zweiten Fiskalquartal 2013 (Grafik: Statista)

Das Ergebnis bleibt damit hinter den Erwartungen von Analysten zurück, die einen Aktiengewinn von 0,77 Dollar bei Einnahmen von 21,53 Milliarden Dollar vorausgesagt hatten. Als Folge sank der Kurs der Microsoft-Aktie im nachbörslichen Handel um 1,45 Prozent oder 0,40 Dollar auf 27,23 Dollar.

Besonderes Augenmerk war auf die Windows Division gerichtet, da im dritten Fiskalquartal Microsofts neues Betriebssystem Windows 8 in den Handel gekommen ist. Die Sparte erhöhte ihren Umsatz zwischen Oktober und Dezember um 24 Prozent auf 5,88 Milliarden Dollar. Ihr operativer Gewinn legte um 14 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar zu. Darin sind allerdings Umsätze aus Vorbestellungen für Windows 8 enthalten, die vor dem 1. Oktober erfolgt sind. Ohne diese Zahlen wuchs der Umsatz der Windows-Sparte lediglich um 11 Prozent.

ZDNet-Bloggerin Mary Jo Foley weist zudem darauf hin, dass Microsoft nach Auskunft ihrer Quellen Windows-Lizenzen stets in großen Stückzahlen an seine OEM-Partner verkauft. Sie sind laut einer Börsenpflichtmeldung des Unternehmens für 65 Prozent der Einnahmen der Windows-Sparte verantwortlich. OEMs hätten aber wahrscheinlich nur einen Teil davon zusammen mit neuen PCs weiterverkauft. Das sei der Grund dafür, dass Microsoft trotz eines schwachen PC-Markts den Umsatz seiner Windows-Sparte so deutlich gesteigert habe.

Der Bereich Server and Tools steuerte 5,2 Milliarden Dollar (plus 9 Prozent) zum Gesamtumsatz und 2,1 Milliarden Dollar (plus 8 Prozent) zum Betriebsergebnis bei. Die Business Division nahm 5,7 Milliarden Dollar ein (minus 10 Prozent). Ihr Profit schrumpfte entsprechend um 15 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar.

Auch die Entertainment and Devices Division, zu der die Spielkonsole Xbox gehört, verpasste das Ergebnis des Vorjahreszeitraums. Ihre Einnahmen gingen um 11 Prozent auf 3,8 Milliarden Dollar zurück. Die Sparte Online Services steigerte ihren Umsatz zwar um 11 Prozent auf 869 Millionen Dollar, das Gesamtergebnis belastet sie jedoch mit einem Verlust von 283 Millionen Dollar.

Eine Prognose für das laufende dritte Geschäftsquartal gab Microsoft nicht ab. Es bestätigte lediglich eine frühere Schätzung, wonach die operativen Kosten im Geschäftsjahr 2013 (bis Juni 2013) zwischen 30,3 und 30,9 Milliarden Dollar liegen sollen.

Microsoft hat im zweiten Fiskalquartal 2013 den Umsatz der Windows-Sparte um 24 Prozent auf 5,88 Milliarden Dollar gesteigert (Bild: Microsoft).

Microsoft hat im zweiten Fiskalquartal 2013 den Umsatz der Windows-Sparte um 24 Prozent auf 5,88 Milliarden Dollar gesteigert (Bild: Microsoft).

[mit Material von News.com und Larry Dignan, ZDNet.com]

Tipp: Kennen Sie sich mit Betriebssystemen aus? Testen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf ITespresso.de.

Neueste Kommentare 

8 Kommentare zu Microsoft meldet Gewinnrückgang trotz Rekordumsatz im zweiten Quartal

  • Am 25. Januar 2013 um 09:23 von Mac-Harry.de

    Rekordumsatz? Verglichen mit Apple ist selbst dieser Rekord lächerlich für einen “angeblichen” Technologieführer wie Microsoft. Hier mal der direkte vergleich als Grafik: http://mac-harry.blogspot.de/2013/01/apple-und-microsoft-im-vergleich.html

    • Am 25. Januar 2013 um 10:26 von Ikarus

      @ Red:
      Himmelherrgott, ich dachte dieses leidige viral Marketingthema sei durch?
      & sorry, aber der nervt schon wieder.

      @ Apple-Apple-über-alles-Harry:
      Die ganze Lobhudelei mag in ihrem lausigen Blog eine Rolle spielen, auf dem Börsenparket zählen Zukunftsaussichten des Aktienkurses. Da können sie sich noch so sehr im Fahrwasser von Apple suhlen, Anleger interessiert das Gesülze nicht. Wenn sie die Börse nicht verstehen, einfach mal den Dieter Nuhr machen. Apples Gewinn stagniert (egal wie hoch) – dadurch will keiner die Aktie kaufen – weil keine weiteren Steigerungen zu erwarten sind – demnach wäre das Maximalziel der Werterhalt der Aktie – das widerum interessiert keinen Anleger. Nur Hajopais wie sie, die sich im Erfolg Anderer suhlen.

      • Am 25. Januar 2013 um 10:56 von Florian Kalenda

        Zum “viralen Marketing”: Werbung ist im Feedback unzulässig. Ergänzende Links aber sind willkommen. Wir wägen da jeden Fall einzeln ab.

        In diesem Fall ist die Gegenüberstellung in Harrys Blog doch eine nette Diskussionsgrundlage – wenn man will. Niemand ist verpflichtet, da draufzuklicken.

        Und bitte immer schön sachlich bleiben :)

      • Am 25. Januar 2013 um 11:01 von Diabolo

        @ikarus

        Nach Ihrer Theorie zu urteilen brauchen wir ja über die Microsoft Aktie erst garnicht reden oder? Stagnation ist immerhin besser als ein Gewinnrückgang. Ausserdem müssen Sie vor Augen halten,dass das was Sie sagen für alle Unternehmen dieser Welt gelten. Logischerweise kann Apple nicht in dem Tempo wachsen wie es in den letzten Jahren der Fall war. Der markt hat Ihre Grenzen. Nicht desto trotz ist Microsoft nicht mehr der Riese der es mal war. Verglichen mit Apple ;)

        • Am 25. Januar 2013 um 11:34 von Ikarus

          Da gebe ich ihnen völlig Recht, und sicher kann und soll man über die MS Aktie sprechen. Der Disput davor richtet sich auch gegen den Appleverehrenden und gern mal Zahlenverdrehendem Blogger.
          MS ist Börsentechnisch von dem IT-Giganten mit exorbitanten Wachstumsaussichten zu einem vernünftigen Börsenpapier mit vernünftigen Bewertungen geworden. Ein Gewinnrückgang wird daher mit moderatem Kursrückgang notiert. Dem die völlig gehypte und rein auf dem Wunschdenken der Anleger bewerteten AAPL gegenüberzustellen ist Polemik eines Applefans – mehr nicht. Eine Unternehmen welches in 120 Tagen 250 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung verliert – trotz guten Zahlen ist das Synonym für die “Börsenblase” Eine Bewertung die ausschließlich auf der Hoffnung aufgebaut ist. Diese Hoffnung auf weiteres exorbitantes Gewinnwachstum ist mit dem stagnierenden Gewinn nun vom Parketgerücht zur Wahrheit geworden. Zwar hatte das Gerücht vorher schon zu einer Harmonisierung des Kurses gesorgt, die Zahlen gaben dann den Träumern nochmals einen Dämpfer. Da es bei Apple keine direkte Gewinnbeteiligung der Aktionäre gibt, bleibt die Fantasie der Anleger und die zeigt nicht, dass die Aktie weiter steigt. Egal wie Rekordmäßig das Quartal war.
          Anlegern ist das Fanboylagergeschreibsel eines Bloggers völlig wurscht. Lifestyle, InMarke, Angängerschaft usw. alles Bla Bla ohne Interesse für die Trader. Zahlen, Statistiken, Ahnungen sind der Motor und die Klippen der Börse. Kein Fangewäsch.

          • Am 25. Januar 2013 um 12:03 von Mac-harry.de

            Börsenblase bei Apple? Moment mal – Fakten: 137 Milliarden US$ liquide Mittel (quasi Barreserven in der Kasse); Ähm, wieviel hat Microsoft doch gleich? Umsatz in 13 Wochen etwa 54 Milliarden US$ – und das soll eine Blase sein? Mit 1 Milliarde US$ Gewinn pro Woche. Das sind knallharte Fakten und ich bedaure es sehr, dass hier mit sehr vielen emotionalen Worten agiert wird. Weiter sind die Fakten, dass Apple nur noch schlappe 30% Wachstum im letzten Quartal hingelegt hat, während Microsft 3% realisierte.

            Das, liebe Kommentatoren, sind Fakten, kein Wunschdenken, kein “Gewäsch” und was weiss ich noch was für Unterstellungen. Die Emotionalität zeigt auf jeden Fall, dass Fakten nicht mehr berücksichtigt werden, wie sie es sollten. Apple ist in der Tat kein Hype, sondern hat solides stabiles Wachstum realisiert. Alles messbar. Wo ist das der Hype? Der Einbruch wird doch schon seit Beginn des Wachstums proklamiert. Das ist Zukunft – Wir sollten bei den Fakten bleiben und meine Infografik zeigt: Microsoft wird echt mickrig. Gemessen an den Fakten. Was in dieser Welt zählt, ist nicht Ideologie, sondern Zahlen, Geld, Einkommen, Ergebnisse und die können sehr neutral verglichen werden. Alles Andere ist Schönrederei. Fakt ist: Microsoft leistet nicht mal mehr 50% der Wirtschaftskraft von Apple. Das sind die Zahlen!

          • Am 25. Januar 2013 um 12:48 von Ikarus

            Ja, eine Börsenblase.

            Es spielt überhaupt keine Rolle wieviel Barreserven das Unternehmen hat, wie hoch der Umsatz in Total ist, wie hoch der Gewinn in Total ist. Für den Trader zählt einzig und alleine ob es einen Rückgang, eine Stagnation, oder die Möglichkeit eines Zuwachses für die Zukunft zu erwarten ist. Bei MS ist Luft nach oben, daher ist der Gewinnrückgang moderart in die Bewertung eingeflossen. Bei Apple hat die Stagnation des Gewinnes gezeigt, dass der stetige Trend nach Oben gestoppt wurde – Ergo verkaufen die Spekulanten. Und genau diese Spekulanten haben den Kurs der Aktie vorher in völlig irrationelle Höhen getrieben – DAS WAR/IST EINE BLASE. Die unweigerlich irgendwann platzt. Ich sprach extra nicht von einer IT-Blase, einer .com-Blase oder sonst irgendeiner Spartenblase sondern nur von einer gewöhnlichen Börsenblase.

            Wird bei den Börsianern dann noch sowas bekannt wie der Umstand, dass der Großteil der iPhoneverkäufe das 4er und das 4S ausmachen, sind auch die gewarnt, die auf technischen Vorsprung gesetzt hatten. Das ist tägliches Börsengeschäft.

          • Am 25. Januar 2013 um 15:39 von Diabolo

            Lieber Ikarus,

            Sie haben mit Ihren Ansichten völlig Recht. Die Börsenmechanismen sind richtig und fakt. bitte entschuldigen Sie dass ich das jetzt sage aber ich muss auch dem anderen Kommentator recht geben. Ich spüre eine leichte emotionale Bewertung der Fakten Ihrerseits. Eine kleine Antipathie ist wohl vorhanden odeR?! Weil wenn wir das so sehen wie Sie sagen, ist Apple trotzdem besser aufgestellt. In jeder Hinsicht.

            Apple ist wenn wir den KGV betrachten sehr günstig. Günstiger als Microsoft. Sie reden von zukunftaussichten. Wenn wir das wirklich objektiv betrachten sollen, dann wissen wir dass Apple bessere zukunftssaussichten hat. Microsoft hat nicht den selben Image wie Apple. Unabhängig davon wie Sie Apple finden. Wir reden hier von der Masse. Apple ist auch Produktetechnisch besser aufgestellt als Microsoft. Sie sagen Microsoft viel Luft nach oben voraus. Aber das sehe ich nicht. Mit jedem Smartphone die ein anderer Hersteller verkauft verringert sich die Möglichkeit mehr vom Markt abzugreifen. Bedenken Sie mal wie sich Android und iOS von Anfang an verkauft haben und gucken Sie sich mal Microsofts Windows Phone an. Eins als offenes super System gepreist geht Microsoft jetzt die selben Wege die bei Apple kritisiert worden sind. Nur halt nicht sehr erfolgreich. Klar ist Luft nach oben aber die Auissichten sind wirklich nicht gut. Was Miccrosoft sich versucht da aufzubauen hat Apple bereits. Die Produkttreue ist immer noch bei Apple am höchsten egal ob diese weniger wird oder nicht. Zahlen ändern sich das ist nunmal so. Der Markt hat sich auch geändert. Aber wir sind in einem Bereich wo sich nun die MArktführer endgültig positionieren und das Lange Jahre so beibehalten wird.
            Ausserdem ist es völlig egal wieviele von den 46 Millionen iPhones auf das iPhone 4 oder 4 S entfallen. Dann müssten wir hingehen und auch nur die Verkaufszahlen von Samsung Galaxy s3 Geräten reden. Das wird leider nicht immer gemacht. Es wird dann allgemein von Smartphones bzw. Galaxy Geräten geredet. Fakt ist egal ob 4 oder 4 s oder iPhone 5. Das geht alles in die Tasche von Apple. Da die Produktew zu differenzieren und von Zukunftssaussichten sprechen ist unproduktiv. Kann man machen ja. Aber es ist mehr Spekulation.

            Ausserdem wissen wir dass größere Unternehmen mit höheren MArktkapitalisierungen anfälliger für Nachrichten sind. Hinzu kommen die Informationen, dass mit Apple Aktien richtig spekuliert worden ist. Ich glaube (ohne dass ich das nachweisen könnte) dass es schon viele Zocker auf die Apple Aktien gab. Ihre Aussage dass in 120 Tagen 250 Milliarden Dollar MArktwert bvernichtet hat spricht doch eigentlich auch dafür.

            Im schlimmsten Fall wird auch dieser Rückgang sich positiv auf die Aktie auswirken. Denn nicht so hohe Erwartungen werden einfacher übertroffen. Und Sie werden sehen Apple wird auch schon bald zu der Aktie werden die Microsoft jetzt ist wie sie sagen. Jetzt wissen die Anleger zumindest was realistisch ist und was nicht. Eswaren doch die Analysten die das alles hochgepuscht haen mit Kurszielen inb höhe von 1000 USD.

            Apple hat eine gute Basis. Ein gutes Ökosystem und sind super für die Zukunft aufgestellt. Ich sehe auch mittelfristig wieder Zuwachs in der Aktie. Da ist noch sehr viel Potential in Apple-Produkten. Echte Konkurrenz sehe ich nicht. Anbdroid ist zwar Marktführer aber google hat davon nichts. Und Samsung wird natürlich auch irgednwann an Ihre Grenzen stoßen was Absatzzahlen angeht. Zumal ich Android nicht wirlklich als Konkurrenz ansehe was die Bedienerfreundlichkeit angeht.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *