Google bestraft sich selbst

Die Homepage von Google Chrome taucht mindestens 60 Tage nicht mehr an populärer Stelle bei den Suchergebnissen auf. Die Ursache für für die Herabstufung liegt in einer Werbekampagne für den Browser, die gegen Googles eigene Richtlinien verstieß.

Webspam-Chef Matt Cutts hat die Homepage von Google Chrome herabgestuft (Bild: Google).
Webspam-Chef Matt Cutts hat die Homepage von Google Chrome herabgestuft (Bild: Google).

Googles Webspam-Chef Matt Cutts hat offiziell die Herabstufung der Google-Chrome-Homepage bekannt gegeben. Laut einem Beitrag auf Google+ taucht die Browser-Homepage mindestens 60 Tage lang nicht mehr in den vorderen Rängen der Suchergebnisse auf. Auch der PageRank wird herabgesetzt. Die Ursache für die Abwertung liegt in einer Werbekampagne für den Browser, die gegen Googles eigene Richtlinien verstieß.

Im Rahmen der Kampagne des von Google beauftragten Unternehmens Essence Digital seien Werbe-Videos in gekaufte Blogartikel eingebettet worden. Danny Sullivan von Search Engine Land hat herausgefunden, dass ein bezahlter Blog-Beitrag von Mariah Humphries einen Hyperlink zur Download-Seite von Google Chrome enthielt. Links in bezahlten Inhalten müssen laut Googles eigenen Richtlinien mit dem Attribut „rel=nofollow“ gesetzt werden, sodass die Suchmaschine diese nicht in den Index aufnimmt.

Ursprünglich hatte Aaron Wall von seobook.com auf die Kampagne aufmerksam gemacht. Google hatte die Agentur Essence Digital mit der Werbekampagne beauftragt, die wiederum die Dienste von Unruly Media in Anspruch genommen hat. Offenbar hat letztere es versäumt, die Umsetzung der Google-Richtlinien in den bezahlten Blog-Beiträgen zu überprüfen.

Themenseiten: Chrome, Google, Internet

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