Cisco und Westcon müssen 48 Millionen Dollar Strafe zahlen

Sie haben von der Regierung zu hohe Preise verlangt. In den USA dürfen Unternehmen von Behörden nicht mehr fordern als von Privatkunden. Das Justizministerium einigte sich mit den beiden Firmen auf einen Vergleich.

Cisco und Westcon haben sich mit dem US-Justizministerium vor Gericht verglichen. Sie müssen nun zusammen 48 Millionen Dollar Strafe zahlen, weil sie der Regierung Informationen vorenthalten und damit gegen den sogenannten „False Claims Act“ verstoßen haben.

Der Netzwerkausrüster und sein Distributor haben von Behörden zu hohe Preise verlangt. Nach US-Recht darf ein Unternehmen von der Regierung nicht mehr fordern als von Kunden aus der Privatwirtschaft.

„Wenn Anbieter der Regierung lückenhafte und unrichtige Informationen liefern, gehen wir dagegen vor“, sagte der stellvertretende Generalstaatsanwalt Tony West. „Die Regierung zu übervorteilen, bedeutet eine Verschwendung von Steuergeldern“, erklärte Brian Miller, ein Sprecher der federführenden General Services Administration.

Als Teil des Vergleichs hat das Justizministerium zugestimmt, eine in Arkansas erhobene Klage gegen Cisco aus dem Jahr 2004 fallen zu lassen. Kläger war – wie schon bei Hewlett-Packard – Norman Rille, ein ehemaliger Manager von Accenture.

Erst vergangene Woche hatte HP mit dem Justizministerium einen Vergleich geschlossen und sich dazu verpflichtet, eine Strafe in Höhe von 55 Millionen Dollar zu zahlen. Gegen Oracle läuft eine ähnliche Klage.

Themenseiten: Business, Cisco, Gerichtsurteil, Politik

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