VMware stellt virtuelle Zimbra-Mail-Appliance vor

Sie umfasst auch Kollaborations- und Sicherheitsfunktionen. Zielgruppe sind Firmen mit Microsoft Exchange und Lotus Domino. Der Preis beginnt bei 625 Dollar für 25 Postfächer. Zimbra kam im Februar 2010 von Yahoo zu VMware.

Logo von Zimbra

VMware vertreibt über seine Partner die Mail- und Collaboration-Lösung von Zimbra nun auch als virtuelle Appliance. Die Lösung beinhaltet E-Mail-Funktionen, Adressbuch, Kalender, Dokumentenmanagement, Filesharing sowie Werkzeuge für Suche und Indexierung. Sie baut auf Virtualisierungstechnologie der VMware-Plattform vSphere auf. Damit wird dynamisches Provisioning, Skalierung, Hochverfügbarkeit, Backup und Disaster Recovery realisiert.

Zusätzlich sind Firewall, Virenabwehr und Spam-Schutz integriert. Eine Synchronisation mit gängigen Smartphones ist möglich. Auch Funktionen für das Gerätemanagement gehören zum Leistungsumfang. Die Zimbra-Produkte sind über die Vertriebspartner von VMware erhältlich. Service wird über das Support- und Service-Team von VMware erbracht.

Die virtuelle Appliance positioniert VMware zwischen der Open-Source-Edition und der Network Edition. Die Zimbra-Applikationen lassen sich entweder im firmeneigenen Rechenzentrum betreiben oder über einen der vCloud-Partner von VMware beziehen, der die Anwendungen im Rahmen seines Service-Angebots zur bereitstellt.

Die virtuelle Appliance gibt es in zwei Ausführungen: für bis zu zehn Nutzer und für bis zu 1000 Nutzer. Im günstigsten Fall liegt der Preis bei 625 Dollar für 25 Postfächer. VMware wirbt insbesondere mit der schnellen Einrichtung der Lösung: „Von der Installation bis zum ersten E-Mail-Versand braucht es nicht mal zehn Minuten“, so Jim Morrisroe, General Manager bei Zimbra.

Das Start-up Zimbra brachte seine erste Software im Frühjahr 2007 als Alternative zu Microsoft Exchange auf den Markt. Im Herbst desselben Jahres wurde Zimbra für 350 Millionen Dollar von Yahoo übernommen. Der Konzern wollte damit Google Mail Paroli bieten. Nachdem dies offenbar nicht im geplanten Umfang gelungen war, wurde Zimbra angeblich für die ursprüngliche Kaufsumme an VMware weitergegeben.

VMware sieht die E-Mail- und Kollaborationslösungen von Zimbra nur als ersten Schritt. Das Unternehmen will zusätzlich zu seiner Virtualisierungssoftware verstärkt webbasierte Anwendungsumgebungen an Geschäftskunden verkaufen. „Zimbra und seine Technologien sind ein wichtiger Baustein unserer vCloud-Strategie. In der Rahmen werden wir Firmen ein umfassendes Portfolio an Cloud-Diensten für Computing, Anwendungsentwicklung und Kernaufgaben der IT anbieten“, so Jörg Hesske, Regional Director Deutschland bei VMware, kürzlich im Gespräch mit ZDNet.

Themenseiten: Business, Cloud-Computing, E-Mail, Mittelstand, SaaS, Software, VMware

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