EU reguliert Mobilfunknutzung auf hoher See

Die Vorgabe soll 27 nationale Vorschriften vereinheitlichen. An Bord soll es kleine Basisstationen für Besatzung und Passagiere geben. Die Länder müssen nun bestimmte Funkfrequenzbänder binnen einem Jahr dafür freimachen.

Neelie Kroes (Foto: EU-Kommission)
Neelie Kroes (Foto: EU-Kommission)

Die Europäische Kommission hat neue Regeln beschlossen, damit Passagiere und Besatzungsmitglieder von Schiffen mit ihren Mobiltelefonen leichter telefonieren und SMS verschicken können. Die Kommission will so den bisherigen rechtlichen Flickenteppich aus 27 unterschiedlichen nationalen Vorschriften für die Mobilfunkabdeckung an Bord von Kreuzfahrt-, Fracht- und Fährschiffen in den europäischen Territorialgewässern beseitigen. Zudem erhalten Telekommunikationsbetreiber Rechtssicherheit, die ihren Kunden maritime Mobilfunkdienste anbieten möchten.

Die für die digitale Agenda zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes sagte: „Zehntausende Menschen, die auf Schiffen vor den europäischen Küsten reisen oder arbeiten, werden ihr Mobiltelefon ohne Interferenzprobleme benutzen können.“ Bordeigene Mobilfunkdienste funktionieren mit Hilfe kleiner Basisstationen auf dem Schiff, die das Handy des Seereisenden per Satellit mit einem landgestützten Netz verbinden.

Die EU-Mitgliedstaaten haben nun zwölf Monate Zeit, um die Funkfrequenzbänder für bordeigene Mobilfunkdienste auf Schiffen freizumachen und ihre nationalen Vorschriften anzupassen. Außerdem sollen sie die Verbraucher über die Bedingungen für die Mobilfunknutzung auf Schiffen angemessen informieren.

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