Bericht: Chinesen können Zensur nicht mehr mit Opera Mini umgehen

Statt einem norwegischen kommt nun ein chinesischer Proxy-Server zum Einsatz. Er untersteht den Zensurregeln der Regierung und blockiert den Zugriff auf bestimmte Internetseiten. Opera will dies als Vorteil für Nutzer verkaufen.

Opera hat am Wochenende eine neue Version von Opera Mini für Nutzer aus China veröffentlicht, die einen chinesischen Proxy-Server verwendet. Der Zugriff auf von der Regierung gesperrte Internetseiten, beispielsweise Facebook, ist damit nicht mehr möglich, wie BBC News meldet.

Der Handy-Browser von Opera nutzt einen Proxy-Server, um Seiten und Bilder einer Website zu komprimieren, bevor er sie an das Mobiltelefon weiterleitet. Bisher umging Opera Mini durch die Verwendung eines Proxy außerhalb Chinas die sogenannte Große Firewall. Die aktuelle Ausgabe kontaktiert aber nicht mehr einen Server des norwegischen Softwareanbieters in Europa, sondern einen Server in China, der den Zensurregeln der Regierung untersteht.

Nach offiziellen Angaben von Opera bringt diese Änderung einige Vorteile mit sich, beispielsweise eine höhere Geschwindigkeit und geringere Kosten. Zahlreiche Blogger, darunter auch der in Shanghai lebende Carsten Ullrich, sehen jedoch andere Gründe für die Entscheidung Operas. „Die chinesische Regierung hat Druck auf Opera ausgeübt, um den freien Zugang zu sperren. Wie die meisten Unternehmen haben sie nachgegeben.“

Themenseiten: Browser, Internet, Opera, Zensur

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