Red Hat kauft Open-Source-Virtualisierer Qumranet

Hypervisor KVM könnte schon bald Xen in Red Hat Enterprise Linux ablösen

Red Hat hat das israelische Softwareunternehmen Qumranet übernommen, dass den Open-Source-Hypervisor KVM entwickelt. Der Kaufpreis beträgt 107 Millionen Dollar in bar.

Außer auf KVM erhält Red Hat durch die Akquisition auch Zugriff auf die Virtual-Desktop-Infrastructure-Software Solid ICE, mit der Linux- und Windows-Desktops auf einem Linux-Server ausgeführt werden können. Red Hat hat angekündigt, alle Mitarbeiter von Qumranet zu übernehmen.

In der aktuellen Version 5 von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) setzt das Unternehmen noch auf den Hypervisor Xen. In einem Webcast teilte Red Hat mit, Xen werde auf alle Fälle zusammen mit RHEL 5 noch bis 2014 unterstützt. Ob der Anfang 2007 in den Linux-Kernel aufgenommene Hypervisor KVM Xen bereits in RHEL 6 ablösen wird, ist noch unklar.

„Mit der Übernahme von Qumranet hat sich Red Hat klar als Mitbewerber im Markt für Desktop-Virtualisierung positioniert“, sagt IDC-Analyst Michel Rose. Red Hat selbst sieht in dem Zusammenschluss eine Stärkung seines Open-Source-Geschäftsmodells: Das Unternehmen könne neben einem freien Betriebssystem nun auch einen eigenen Hypervisor und eine Management-Plattform für virtuelle und physische Systeme anbieten.

Für das im Februar 2009 endende laufende Geschäftsjahr erwartet Red Hat keine zusätzlichen Einnahmen, dafür aber Kosten von 3,5 bis 4,5 Millionen Dollar pro Quartal. Erst danach will der Linux-Distributor mit Qumranet einen Jahresumsatz von 20 Millionen Dollar generieren.

Themenseiten: Business, Red Hat

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