Anti-Spyware stuft Site falsch ein: Microsoft sagt sorry

Redmonder haben auf Warnungen des Betreibers angeblich nur langsam reagiert

Der Softwarehersteller Microsoft hat sich beim niederländischen Internet-Verzeichnis Startpagina.nl öffentlich entschuldigt, da die derzeit noch im Betatest befindliche Anti-Spyware die Website fälschlicherweise als gefährlich eingestuft und daher eine Einstellung als Browser-Startseite verhindert hat. Besonders pikant in diesem Zusammenhang: Startpagina.nl in einer der schärfsten Konkurrenten von MSN.

Das Problem ist laut Microsoft inzwischen beseitigt, auf den niederländischen und belgischen Websites des Softwareherstellers werden entsprechende Gegendarstellungen gezeigt. Außerdem wurde Startpagina.nl finanziell entschädigt. Über die genauen Details der Einigung wollte Microsoft keine Angaben machen.

Startpagina.nl-Director Bert Wiggers bestätigte gegenüber ZDNet UK, dass Geld im Spiel war, könnte die exakte Zahl aber nicht nennen. Die Zahlung soll aber nicht besonders hoch gewesen sein. „Das Wichtigste für mich ist, dass sie sich entschuldigt haben“, so Wiggers.

Er kritisierte in diesem Zusammenhang das Verhalten der Redmonder. „Letztendlich haben sie auf meine Anrufe und Briefe reagiert, in den ersten Wochen war dies jedoch nicht der Fall. Ich war sauer, weil Microsoft-Software meine Website als gefährlich eingestuft hat, aber sie haben den verursachten Schaden jetzt repariert.“

Themenseiten: Software, Spyware

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2 Kommentare zu Anti-Spyware stuft Site falsch ein: Microsoft sagt sorry

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  • Am 25. Februar 2005 um 17:33 von Armin Henning

    Microsoft das filtern überlassen
    Microsoft das filtern von Webinhalten zu überlassen, heißt den Bock zum Gärtner zu machen.

    Wie ernst es Microsoft beim filtern von Webseiten meint, hat ja schon der in Windows eingebaute Jugendschutz gezeigt. Geradezu akribisch wird nach moralisch verwerflichen Inhalten bei den Seiten konkurrierender Unternehmen gesucht, so dass die Seiten von Netscape und Lycos mal als Beispiel herangezogen, als jugendgefährdent ausgefiltert werden.
    Knallharte Pornoseiten, die selbst im blanken Text massenhaft die Worte Sex, Ficken, Bumsen, Blasen usw. verwenden, können damit jedoch ungehindert angesurft werden.

    Trau, schau wem!

    Armin Henning

    • Am 28. Februar 2005 um 13:52 von Alexander Kappner

      AW: Microsoft das filtern überlassen
      Ein in XP eingebauter Jugendschutz? Nie gehört, aber das man der Microsoft AntiKonkurrenz Beta nicht trauen sollte stimmt sicher.

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