Mega-Trends in der Speichersparte: ILM und Utility Computing

ZDNet befragte Ulrich Plechschmidt, seit 2002 Regional Manager Central and Eastern Europe bei Brocade, über die Triebkräfte im Storage-Bereich. Zur Sprache kommt auch Brocades Rolle bei der Entwicklung des SAN-Marktes.

ZDNet: Herr Plechschmidt, von Brocade kam fast zwei Jahre lang kein neues Produkt auf den Markt. Das ist für ein Unternehmen Ihres Formats eher ungewöhnlich.

Plechschmidt: Generell stimmt das. Wir haben in diesen eineinhalb Jahren sehr viele funktionale Verbesserungen auf der Software-Ebene gebracht. Wie unser Top-Management auch gerade erst auf der kürzlich stattgefundenen Brocade-Konferenz in Hanau festgestellt hat, liegt unsere Kernkompetenz im ASIC-Design und in der Fabric Operating System Entwicklung. Unsere Philosophie ist es also, Hardware zu bringen, die unter der Prämisse des Investitionsschutzes nach und nach über kostenfreie Software-Updates mit immer neuen Funktionalitäten ausgestattet werden kann. Insofern ist es durchaus richtig, dass wir eineinhalb Jahre lang keine neue Hardware auf den Markt gebracht haben. Aber es gab eben einen ständigen Strom an Software-Verbesserungen. Unsere Kunden schätzen diese extreme Fokussierung auf Investitionsschutz. Dies wird dadurch belegt, dass wir die letzten sechs Quartale kontinuierlich Umsatz und Gewinn gesteigert haben.

In den letzten Monaten haben wir nun einen neuen Hardware-Produktzyklus gestartet und ein wahres Feuerwerk an neuen Switch- und Direktor-Produkten eingeführt – übrigens mit exakt der gleichen Philosophie. Wir haben die neuen 8- und 16-Port-Produkte für den KMU-Markt und die Abteilungsebene eingeführt, haben die Produktlinie am oberen Ende um den Direktor 24000 unter einem „Investment Protection Plan“ erweitert und mit dem Silkworm Multiprotocol Router ein Produkt auf den Markt gebracht. Zusätzlich haben wir erstmals „Brocade Inside“ auf der Serverebene implementiert und mit der IBM als erstem Partner zusammen Embedded Switches in Blade Servern auf den Markt gebracht.

ZDNet: Haben Blades eine Zukunft? Wie lange wird der Hype noch anhalten?

Plechschmidt: In drei bis vier Jahren werden gut ein Viertel aller verkauften Server Blade Server sein. Das ist meine Meinung, die von vielen Analysten geteilt wird. Die Gründe liegen auf der Hand: Niedrigere Kosten durch höhere Integration bei gleichzeitiger Steigerung der Flexibilität und Servicequalität.

In unserer Branche schwirren aktuell ja zwei große Trends durch die Gegend: Utility Computing mit all seinen Facetten, sei es On Demand, sei es Adaptive Enterprise, sei es Grid, sei es N1. Das andere Schlagwort ist Information Lifecycle Management. Blade-Server würde ich in diesem Zusammenhang als Sub-Hype bezeichnen.

Wenn ich mir Utility Computing von einem Hardware-Level aus ansehe, habe ich es mit verschiedenen Server-Ebenen zu tun: Ganz oben finden wir das Load Balancing, DNS-Server, Web Services und ähnliches – eine Serverebene, die sowohl nach oben (Clients) als auch nach unten (Anwendungsserver) IP-Netzwerk-Konnektivität benötigt. Auf der nächsten Architekturschicht finden wir Applikationsserver sowie Datenbank- und File-Services. Diese Serverebene greift im Backend auf den benötigten Speicher über das SAN zu und es ist auch diese Serverebene, die am meisten von einer Blade Server Architektur mit eingebetteten SAN-Switchen profitiert. Aus diesem Grund halte ich Blade Server mit „Brocade Inside“ für einen ganz klaren Wachstumsbereich.

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