Softwarefirma FJH weist Bilanzfälschungsvorwurf zurück

Aktie am Freitag um rund ein Drittel eingebrochen

Die auf Software für den Finanzsektor spezialisierte FJH AGhat einen Bericht über angebliche Bilanzfälschung bei dem im TecDax gelisteten Unternehmen zurückgewiesen. Vor dem Hintergrund einer Strafanzeige brach die Aktie bis zum frühen Abend bei extrem hohen Umsätzen um bis zu 46 Prozent ein. FJH habe erfahren, dass der Staatsanwaltschaft München eine anonyme Strafanzeige vorliegt, teilte die Gesellschaft am Freitagabend in München mit. „Sollte es sich – wie heute in Teilen der Presse berichtet – um den Vorwurf der Bilanzfälschung handeln, so weisen wir diesen entschieden zurück.“ Der Vorstand sei der Auffassung, dass es für derartige Anschuldigungen keinen Anlass gebe. Bei der Staatsanwaltschaft war niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Das Anleger-Blatt „Prior Börse“ hatte zuvor berichtet, in der Strafanzeige gehe es „dem Vernehmen nach“ um Bilanzfälschung. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft habe den Eingang der anonymen Strafanzeige bestätigt, zugleich aber erklärt, ein förmliches Ermittlungsverfahren sei noch nicht eingeleitet.

Der „Prior Börse“ zufolge hatte zuvor schon die Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein „erhebliche Zweifel an der Werthaltigkeit des Zahlenwerks“ von FJH geäußert. So hätten die Analysten bemängelt, dass zur Jahresmitte knapp die Hälfte der Bilanzsumme aus unfakturierten Forderungen bestehe. Dabei handele es sich somit um Forderungen, für die noch keine Rechnung gestellt worden sei und die folglich von Wirtschaftsprüfern kaum zu kontrollieren seien. Die FJH-Aktie notierte am Abend mit 15 Euro noch rund 32 Prozent im Minus.

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