IBM stellt Power5- und Power6-Prozessoren vor

Fast Path übernimmt Softwarefeatures / Eine CPU soll wie zwei funktionieren - und doppelte Leistung erbringen

IBM (Börse Frankfurt: IBM) wird noch heute auf einer Analystenkonferenz in Palisades, N.Y., Details zu seinen neuen Server-Chips Power5 und Power4 mitteilen. Das haben unternehmensinterne Quellen gegenüber CNET/ZDNet geäußert. Hauptmerkmal der neuen High End-Chips: „Fast Path“, eine Technik, die Software-Features übernehmen können soll.

So sei der Power5 in der Lage, Daten über ein Netzwerk zu versenden. Dies ist eine Funktion, die bislang bekanntlich Applikationen überantwortet war, so der Cheftechniker der Power-Prozessorenfamilie Ravi Arimilli. Power6 greife noch weiter und erfülle Datenbankfunktionen, die bislang nur von IBMs Websphere E-Commerce-Server oder Oracle-Produkten erledigt werden konnte.

IBM trommelte das Entwicklerteam für den Power6 erst im Dezember vergangenen Jahres zusammen, so Arimilli. „Derzeit ist noch alles in der Konzeptionsphase.“ Man habe auch schon erste Entwürfe für Power7 vorliegen. Power5 wird im 0,13 Mikron-Prozess gefertigt und „Simultaneous Multithreading“ bieten, so der Teamleiter. Damit könne ein einzelner Chip wie zwei angesprochen werden – bei jeweils voller Leistung.

Erstmals hatte Intel (Börse Frankfurt: INL) eine vergleichbare Technik vorgestellt: Auf dem IDF im August vergangenen Jahres führte der Intel-Topmanager Paul Otellini während seiner Keynote-Präsentation eine neue Technologie mit dem Codenamen „Jackson“ vor. Die Architektur eröffne die Möglichkeit, einen Prozessor wie zwei arbeiten zu lassen: Befehle würden nicht nacheinander, sondern in zwei parallelen Strömen im Prozessor unter Verwendung des Hyper-Threading „aufgereiht“. Seit diesem Jahr nutzen die Xeon-Prozessoren für Server die neue Hyper-Threading Technologie.

Die neuen Power-CPUs sollen 2004 beziehungsweise 2006 auf den Markt kommen. Sie folgen natürlich auf den Power4, dem Herzstück des p690 „Regatta“-Servers. „Der Power4 ist der derzeit am weitesten Entwickelte Prozessor auf den Markt“, befand der Redakteur Peter Glaskowsky vom Microprocessor Report. Bei den Software-Features der Nachfolgegeneration handle es sich um ein gutes Beispiel dafür, „was Chips mit immer kleineren Leiterbahnen künftig mit ihrer Rechenpower anstellen können.“

Kontakt: IBM, Tel.: 01803/313233 (günstigsten Tarif anzeigen)

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