Jetzt in echt: Ellison bringt den Netzcomputer

Mit persönlicher Unterschrift und Linux

Oracle-Boss Larry Ellison träumt seinen Traum vom Windows-freien Rechner weiter. Sein erst vor wenigen Monaten gegründetes Oracle-Spinoff New Internet Computer (NICC) hat gestern einen neuen Versuch mit dem Netzcomputer gewagt: Der „New Internet Computer“ ist ab kommender Woche für 199 Dollar (ohne Monitor) zu haben.

Der Rechner braucht keine Festplatte, hat dafür aber einen 266 MHz Cyrix-Chip und ein 24fach CD-ROM-Laufwerk, von dem aus das Betriebssystem Linux 2.2 gestartet wird. Er verfügt über 64 MByte RAM, vier MByte Flash-Speicher, ein 56k-Modem und eine 10/100 T-base-Ethernet-Karte. Als Browser kommt der Netscape Communicator 4.7 zum Einsatz.

Die ersten zehn Geräte werden ab kommender Woche mit persönlicher Unterschrift des Oracle-Chefs bei Amazon versteigert. Gleichzeitig will die Firma von ihrer eigenen Site aus den Verkauf starten.

Das Konzept des Network Computers hatte 1997 und 1998 für Furore gesorgt: Im Prinzip waren PCs ohne Festplatte angedacht, die den Nutzer nur auf diejenigen Daten zugreifen lassen, die vom Betreiber eines großdimensionierten Servers oder Mainframes an den NC geschickt werden.

Die den NC propagierenden Unternehmen wie Oracle, IBM (Börse Frankfurt: IBM), Sun (Börse Frankfurt: SSY) und anfangs auch Apple (Börse Frankfurt: APC) hatte damals versprochen, die NC-Clients deutlich billiger als herkömmliche PCs anzubieten. In der Zwischenzeit sind jedoch die Preise für voll ausgestattete PCs drastisch gefallen. Der Kostenvorteil für Unternehmen ist dadurch kaum mehr gegeben.

Kontakt:
Oracle, Tel.: 089/14300

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