Intel entwickelt 5G-Chip für PCs und Smartphones

Erste 5G-PCs sollen 2019 in den Handel kommen. Als Partner gewinnt Intel Dell, HP, Lenovo und Microsoft. Zudem unterstützt das Unternehmen den chinesischen Anbieter Spreadtrum bei der Entwicklung einer Smartphone-Plattform, die auf 5G-Modem-Chips von Intel aufbaut.

Intel hat anlässlich des Mobile World Congress die Entwicklung von 5G-Chips für PCs angekündigt. Partner, die das 5G-Modem Intel XMM 8060 in ihre Produkte verbauen wollen, sind Dell, HP, Lenovo und Microsoft. Darüber hinaus will Intel in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Anbieter Spreadtrum eine 5G-Smartphone-Plattform entwickeln, die Spreadtrums Anwendungsprozessor und Modems der XMM-8000-Serie kombiniert.

Intel XMM 8060 5G-Modemchip (Bild: Intel)Zu technischen Details machte Intel noch keine Angaben. Die 5G-PCs sollen im zweiten Halbjahr 2019 in den Handel kommen. Auf dem Mobile World Congress will der Chiphersteller jedoch ein Konzept eines 2-in-1-PCs zeigen, der von einem Core-i5-Prozessor der achten Generation angetrieben wird und eine frühe Version eines 5G-Modems nutzt.

Die Smartphone-Plattform soll ebenfalls im zweiten Halbjahr 2019 zur Verfügung stehen. „Wir freuen uns über diese Entwicklung, weil es eine großartige Gelegenheit ist, die XMM-8000-Serie nicht nur für den Formfaktor PC herauszubringen, sondern auch für mobile und Smartphone-Formfaktoren“, sagte Rob Topol, General Manager des Bereichs 5G Advanced Technologies bei Intel.

Darüber hinaus wird Intel auf dem MWC in Barcelona einen PC mit einem Intel-WLAN-Chip zeigen, der dem Standard 802.11ax entspricht. Er verwendet die vorhandenen 2,4- und 5-GHz-Bänder und soll für eine bessere Ausnutzung der vorhandenen Ressourcen sorgen. Die maximale Geschwindigkeit soll bei 10 Gbit/s liegen. Außerdem will Intel nach eigenen Angaben Modem-Lösungen für PCs zeigen, die die eSIM-Funktion unterstützen.

Topol ging auch auf Intels Xeon-Prozessor D-2100 ein, der Edge-Computing in 5G-Netzwerken ermöglichen soll. „Wir erwarten ein deutliches Wachstum beim Edge-Computing im 5G-Zeitalter. Das hilft nicht nur bei den Latenzen, sondern auch bei der Entlastung der Netzwerke und bei einer effizienteren Kommunikation“, ergänzte Topol.

Der Intel Xeon D-2100 basiert auf einem 14-Nanometer-Verfahren. Mit bis zu 18 Kernen und bis zu 36 Threads unterstützt das System-on-a-Chip bis zu 512 GByte DDR4-2666-ECC-RAM und bis zu vier Speicherkanäle. Gegenüber dem Vorgänger D-2100 soll die Netzwerkleistung um Faktor 2,9 und die Storage-Performance um Faktor 2,8 steigen. Dazu tragen auch bis zu 32 PCIe-3.0-Lanes und die Version 2.0 der Intel-Turbo-Boost-Technologie bei, die einzelne Kerne auf bis zu 3 GHz beschleunigt. Außerdem soll der Prozessor eine Anbindung an bis zu 4 10 Gbit/s schnelle Ethernet-Adapter erlauben.

Whitepaper

Studie zu Filesharing im Unternehmen: Kollaboration im sicheren und skalierbaren Umfeld

Im Rahmen der von techconsult im Auftrag von ownCloud und IBM durchgeführten Studie wurde das Filesharing in deutschen Unternehmen ab 500 Mitarbeitern im Kontext organisatorischer, technischer und sicherheitsrelevanter Aspekte untersucht, um gegenwärtige Zustände, Bedürfnisse und Optimierungspotentiale aufzuzeigen. Jetzt herunterladen!

[mit Material von Corinne Reichert, ZDNet.com]

Tipp: Wie gut kennen Sie sich mit Prozessoren aus? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit dem Quiz auf silicon.de.

Themenseiten: 5G, Desktop, Intel, Internet, Mobilfunk, PC, Smartphone

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Intel entwickelt 5G-Chip für PCs und Smartphones

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *