Exchange-Alternativen: Domino, Open-Xchange, Zarafa, Zimbra und Co

Zimbra – Open-Source und kommerziell

Zimbra, auch als Zimbra Collaboration Suite (ZCS) bekannt, ist eine weitere Open-Source-Alternative zu Exchange, die ebenfalls MAPI und Exchange ActiveSync beherrscht. Auch hier kommt Z-Push zum Einsatz, wie bei Zarafa. Natürlich gilt auch hier, dass alle Funktionen nur dann sinnvoll genutzt werden können, wenn Unternehmen die kommerzielle Version kaufen. Nur dann lässt sich MAPI nutzen, und der Support ist gesichert.  Zimbra baut auf Java auf und setzt auch auf andere Open-Source-Komponenten wie Tomcat oder Postfix.

Die Linux-Mail-Komponente Postfix kommt auch in Zimbra zum Einsatz. Die Installation aller Komponenten erfolgt allerdings mit einem zentralen Assistenten. Zimbra steht, wie Zarafa, auch als bereits vorinstallierte VMware-Appliance zur Verfügung. Die Lösung bietet auch eine Webschnittstelle auf Basis von Ajax. Um diese zu nutzen, müssen Anwender keinerlei Zusatz-Tools installieren oder Erweiterungen in den Browser integrieren. Die Oberfläche ist sehr ähnlich zu Zarafa.

Interessant bei Zimbra ist auch der Zimbra Desktop. Dabei handelt es sich um eine Offline-E-Mail-Anwendung auf Basis von Mozilla Prism. Die Lösung kann sich natürlich auch online mit Zimbra verbinden, aber auch mit anderen E-Mail-Diensten, wie Google Mail.

Wer sich Zimbra ansehen will, kann die Online-Demo nutzen oder die kostenlose Community-Edition herunterladen.

Zimbra wird vor allem über eine Webschnittstelle bedient (Screenshot: Thomas Joos)Zimbra wird vor allem über eine Webschnittstelle bedient (Screenshot: Thomas Joos)

Sind Smartphones und Tablets an Zimbra angebunden, lassen sich diese im Webfrotend über den Menüpunkt Mobilgeräte fernlöschen, genauso wie bei Exchange. Neben dem normalen E-Mail-Versand lassen sich in der Lösung auch andere Open-Source-Produkte für den Virenschutz und Spamversand einbinden. Dabei unterstützt Zimbra auch SpamAssassin und ClamAV.

Themenseiten: E-Mail, IBM, Microsoft, Open Source

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Neueste Kommentare 

8 Kommentare zu Exchange-Alternativen: Domino, Open-Xchange, Zarafa, Zimbra und Co

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  • Am 16. Februar 2015 um 9:40 von Mac-Harry

    @Thomas Joos: So einen Beitrag habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Sehr interessant. Unter dem Strich fände ich jetzt einige schöne Pro- und Con-Tabellen sehr hilfreich. Good Job ;-)

    • Am 16. Februar 2015 um 10:26 von Rainer

      Hallo!
      Der Artikel hat einen Schönheitsfehler!
      Zarafa hat mit Q1/2016 die Unterstützung für MS-Outlook offiziell AUFGEKÜNDIGT!!!
      Wahrscheilich wurden die Recherchen in der Vergangenheit gemacht, und aktuell nicht mehr verifiziert…
      Danke trotzdem für die Zusammenstellung – so kann man sich eben um Alternativen zu Zarafa umsehen.
      Rainer

      • Am 16. Februar 2015 um 10:58 von Thomas Joos

        Hallo Rainer,

        aktuell unterstützt Zarafa Outlook-MAPI noch uneingeschränkt.
        Auch nach 2016 wird Outlook ganz normal weiter unterstützt, und zwar uneingeschränkt.
        Erst wenn MS über einen Patch in Outlook etwas ändert, funktioniert die Verbindung nicht mehr, da die Entwickler dann nicht mehr nacharbeiten. Ein solcher Patch ist aktuell aber nicht angekündigt.
        Es wird aber nichts gelöscht und keinerlei Funktionalitäten eingestellt.

        Man muss diesen (theoretischen) MS-Patch aber nicht installieren und kann dann Zarafa/Outlook weiter nutzen in der aktuellen Version.

        Wenn ein solcher Patch installiert würde, funktioniert Outlook über IMAP/SMTP immer noch. Also auch hier lässt sich Outlook weiter nutzen.
        Also wird in 99% aller Fälle auch nach 2016 noch alles laufen wie bisher.

        Hier etwas ausführlicher von einem Zarafa-Partner:
        https://www.inett.de/blog/2015/01/29/zarafa-k%C3%BCndigt-outlook-kompatibilit%C3%A4t-f%C3%BCr-q1/2016-ab-unsere-stellungnahme-dazu/

        Ich würde also erst einmal abwarten und nur geprüfte Updates für Outlook installieren. Mit etwas Glück läuft alles weiter wie gehabt.

        Gruss

        Thomas Joos

        • Am 16. Februar 2015 um 11:19 von Rainer

          Hallo!

          Ich halte die Idee mit dem „rückhalten“ von Security-Patches maximal mittelfristig für eine Lösung!
          Was eigentlich sauer aufstößt ist die Tatsache, dass Zarafa vor einigen Jahren gerade mit der Outlookanbindung auf Kundenfang ging. Diese Tatsache hat auch uns als – vorwiegend – Open Source-Lösungsanbieter zum Wechsel von Open-Exchange zu Zarafa bewogen.
          Daß es technische – und somit auch wirtschaftliche – Ursachen hat, den Schritt zu gehen, haben wir auch mit Zarafa bereits diskutiert. Ich kann das technisch auch nachvollziehen! Thema: mapi vs. http-mapi
          Hier war auch sicher die Kommunikation – allen voran die Bekanntmachung eines Partners in einem einschlägigen Portal – definitiv kontraproduktiv!
          Fakt ist, dass wir unseren Kunden im Wort stehen. Mit Erscheinung von OL2016 bzw. auch etwaigen Nachfolgern werden wir so unglaubwürdig! Ewig alte Versionen von Office zu installieren – die ja auch irgendwann nicht mehr zu bekommen sind – kanns auch nicht sein…
          Dass dieser Schritt auch Chancen birgt – Zarafa hat inoffiziell bereits einen eigenen Mailclient angekündigt – Kunden von Microsoft unabhängiger zu machen – Stichwort Open Office – ist eine Tatsache!
          Leider müssen wir befürchten, dass wir Kunden verlieren, wenn wir sie nicht Richtung Office365 umstellen.
          Ein Schritt der uns als Verfechter freier Software sehr schmerzt!

          Rainrer

        • Am 17. Februar 2015 um 15:24 von christian

          Naja, Outlook mit Imap zu betreiben ist ja nicht gerade im Sinne des Erfinders, da ist wohl der Sinn einer Groupware nicht mehr gegeben. Auch das Auslassen der Patches, immer aufpassen, dass man falsche Updates vom System fernhält… sorry, aber so wünscht sich das kein Kunde. Bin schon gespannt wie unsere Kunden auf die Nachricht reagieren.

  • Am 16. Februar 2015 um 14:25 von Christian Egle

    Hallo Thomas Joos,

    eins vorneweg: Ich arbeite für Open-Xchange.

    Erstmal Danke für Ihren prima Beitrag. Sie haben richtigerweise festgehalten, dass Open-Xchange von großen Anbietern wie 1&1 als Service angeboten wird. Ein wenig zu kurz kommt in Ihrem Beitrag, dass es Open-Xchange auch als Software gibt, die Unternehmen auf ihrer eigenen Hardware betreiben können. So haben wir beispielsweise eine umfassende Integration in den Univention Corporate Server — was leider noch viel zu wenige wissen.

    Interessiertem steht ein VMware Image zum Download und Test zur Verfügung unter http://oxpedia.org/wiki/index.php?title=AppSuite:Demoinstallation

  • Am 18. Februar 2015 um 20:15 von Grams

    Die Software „IceWarp“ (icewarp.de) sollte dringend im Bericht aufgenommen werden!

    • Am 7. Januar 2016 um 10:56 von Martens IT

      Das stimmt, IceWarp spielt hier ganz klar vorne mit. Wir haben 2015 von ME2010 auf IceWarp umgestellt und sind mehr als zufrieden.

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