Oracle baut deutsche Cloud-Infrastruktur aus

Die Erweiterung erfolgt durch Availability Domains - mit hoher Bandbreite verbundene Standorte in der Region Frankfurt. Für europäische Unternehmen will Oracle damit auch eine mit der kommenden EU-Datenschutzgrundverordnung konforme Migration in die Cloud sicherstellen.

Oracle kündigt umfangreiche Investitionen für sein Cloud-Angebot in Deutschland an. Die Oracle Cloud EU Region baut auf der im Januar angekündigten Oracle Cloud UK Region auf und soll in der zweiten Jahreshälfte in Betrieb gehen. Gleichzeitig verspricht Oracle den Nutzern seiner Cloud ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als bei vorhandenen On-Premise-Infrastrukturen und den Cloud-Angeboten des Mitbewerbs.

Oracle (Bild: Oracle)

Die Erweiterung der Cloud-Infrastruktur erfolgt durch Availability Domains (ADs), wie Oracle mit hoher Bandbreite und niedriger Latenz verbundene Standorte bezeichnet. Diese sind für die Metropolregion Frankfurt vorgesehen und sollen völlig unabhängig voneinander arbeiten. Durch die Kombination dieser Architektur mit Cloud-Technologien wie Oracle Real Application Clusters (RAC) verspricht der Anbieter höchste Ausfallsicherheit und Verfügbarkeit. Die tief in die Oracle-Cloud-Plattform integrierten ADs erleichterten die Nutzung und garantierten Hochverfügbarkeit, ohne komplexe Architekturen zu erfordern.

„Mit dieser Investition in Deutschland demonstrieren wir unsere Entschlossenheit, genau die konkurrenzlose und hochmoderne technologische Infrastruktur bereitzustellen, die unsere Kunden brauchen – und zwar genau dort, wo und genau dann, wann sie sie brauchen“, lässt sich Frank Obermeier, Vice President und Country Leader bei Oracle Deutschland, in einer Presseaussendung zitieren. „Dies ist besonders wichtig, denn Kunden wollen sicherstellen, dass ihre Migration in die Cloud mit der kommenden EU-Datenschutzgrundverordnung konform ist.“

Mit den Neuerungen will Oracle seinen europäischen Kunden ein umfassendes Portfolio an Cloud-Services inklusive SaaS sowie den neuen PaaS- und IaaS-Kapazitäten bieten. Es verweist auf Cloud-Kunden wie Lufthansa Cargo und Mövenpick, die Deutschland bereits zu einem wichtigen Standort für Oracle machten. Mit der erweiterten Cloud-Infrastruktur entspreche es der beträchtlichen Nachfrage nach integrierten Cloud-Lösungen.

„Seit vielen Jahren vertrauen unsere Kunden und Partner in der EU und in Deutschland ihr Business und ihre geschäftskritischen Workloads der Oracle Cloud an“, berichtet Thomas Kurian, President of Product Development bei Oracle. „Die Erweiterung der Oracle Cloud EU Region in Deutschland wird die besten Cloud Services bereitstellen – nicht nur unsere führenden SaaS-Angebote, sondern auch unsere neuen IaaS- und PaaS-Dienste. Dadurch bietet Oracle seinen Cloud-Kunden in der EU unübertroffene Leistung, Verfügbarkeit und volle Kontrolle über ihre Workloads. Zudem unterstützt Oracle die breiteste Palette an Enterprise-Anwendungen aller Cloud-Plattformen.“

Durch den Brexit erwartet Oracle zumindest für Cloud-Angebote aus Deutschland zusätzliche starke Impulse und bereitet sich darauf bereits vor. Durch den geplanten Ausstieg des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union steht einerseits zu erwarten, dass Unternehmen aus London und UK abwandern und Unternehmenszentralen auf das europäische Festland verlegen. Zudem sind Cloud-Verträge häufig vertraglich auf drei Jahre festgelegt, dadurch ergibt sich eine gewisse Zurückhaltung für Investitionen in Großbritannien angesichts der drohenden Unsicherheit durch den Brexit.

Diese abwartenden Unternehmen will der Datenbankspezialist nun gerne nach Frankfurt holen, wo Oracle neben dem Standort München bereits ein Rechenzentrum unterhält. Für Frankfurt spricht nicht nur die Nähe der Finanzwelt und die zentrale Lage in Deutschland, sondern auch die Nähe des Internetknoten DE-CIX, dem laut der Betreibergesellschaft größten Internet Exchange weltweit.

[mit Material von Martin Schindler, Silicon.de]

WEBINAR

Von Software Defined bis Composable – Neue Architekturansätze im Datacenter

Im Audio-Webinar am 5. Juli 2017 um 11 Uhr erläutert Florian Bettges von HPE wie Unternehmen von hybriden IT-Konzepten profitieren können. Dabei geht er auf die Vorteile der einzelnen Ansätze ein und stellt Konzepte vor, wie die unterschiedlichen Ansätze in Zukunft in hybriden IT-Konzepten ineinander fließen.

Themenseiten: Cloud-Computing, Datenschutz, EU, Oracle

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Oracle baut deutsche Cloud-Infrastruktur aus

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *