Bericht: F5 Networks prüft Verkauf

Es hat laut Reuters die Bank Goldman Sachs mit der Prüfung von Geboten beauftragt. 2010 sollen IBM, Juniper und Oracle interessiert gewesen sein. Zuletzt meldete das Unternehmen rückläufige Umsätze aufgrund schwacher Nachfrage durch Netzbetreiber.

F5 Networks hat sich die Dienste der Bank Goldman Sachs gesichert, um Übernahmeangebote zu prüfen. Das berichtet Reuters, das sich auf anonyme Insider beruft. Die Interessenten werden nicht benannt.

F5 Networks (Bild: F5 Networks)Es gibt natürlich keine Garantie, dass die Gespräche auch zu einem Abschluss führen. Dass F5 die Übernahmeangebote prüft, ist aber schon ein kleiner Richtungswechsel, da es in den letzten Jahren solche Offerten kaum zu beachten schien. IBM, Juniper und Oracle wurden beispielsweise 2010 einmal als Interessenten genannt.

Der Handel mit den Aktien des Unternehmens legte infolge des Reuters-Berichts zu, um 12,6 Prozent auf 123,94 Dollar. Der Marktwert beträgt somit aktuell 8,3 Milliarden Dollar. Das dürfte für F5 gelegen kommen, das kürzlich Umsatzrückgänge aufgrund lauer Nachfrage durch Netzanbieter melden musste.

Die Offenheit für Gebote könnte auch der Rückkehr von CEO und President John McAdam geschuldet sein, der im März mitteilte, dauerhaft im Amt bleiben zu wollen. Er war eigentlich schon im Ruhestand, übernahm die Führung aber wieder, nachdem Manny Rivelo im Dezember 2015 zurückgetreten war.

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Rivelos Abschied hatte der offiziellen Sprachregelung zufolge „nichts mit Betrieb, Politik oder Praktiken der Firma zu tun“, erfolgte also wohl aufgrund eines persönlichen Fehlverhaltens, das nie aufgeklärt wurde. Er ist inzwischen als CEO für AppViewX tätig, ein auf Automatisierung von Netzwerk-Infrastrukturen spezialisiertes Unternehmen aus Texas.

F5 Networks ist ein Cloud- und Telekom-Ausstatter. Zu seinen Schwerpunkten zählt Application Service Delivery. Zuletzt bemühte er sich um mehr Profil im Sicherheitsbereich, der in seinen Märkten an Bedeutung gewinnt. 2014 war F5 Networks einer der 50 beliebtesten Arbeitgeber der USA in einem Glassdoor-Ranking, wo er zuletzt aber nicht mehr auftauchte.

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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