Ebay erhöht Verkaufsgebühren für Privatverkäufer

Ab 6. Mai werden auch die Kosten für Verpackung und Versand auf die zehnprozentige Verkaufsprovision angerechnet. Diese fällt aber weiterhin nur an, wenn sich der eingestellte Artikel auch tatsächlich verkauft. Außerdem steigen die Kosten für die Zusatzoptionen Startzeitplanung und Angebote mit nicht öffentlicher Bieter- oder Käuferliste.

Ab morgigen Mittwoch, den 6. Mai, treten bei Ebay Gebührenänderungen für private Verkäufer in Kraft. Dann gelten höhere Gebühren für Zusatzoptionen, und das Internet-Auktionshaus weitet die Verkaufsprovision auf die Kosten für Verpackung sowie Versand aus.

Ebay Logo (Bild: Ebay)Wie das Unternehmen schon Ende April mitteilte, berechnet sich die Verkaufsprovision von zehn Prozent künftig nach dem Gesamtpreis, den der Käufer bezahlt. Das schließt neben dem reinen Verkaufspreis neuerdings also auch die Verpackungs- und Versandkosten mit ein, wodurch sich die Provision natürlich erhöht. Diese fällt weiterhin nur an, wenn sich der Artikel auch tatsächlich verkauft.

Die Gebührenerhöhung für Zusatzoptionen gilt für die Startzeitplanung und Angebote mit nicht öffentlicher Bieter- oder Käuferliste. Für die geplante Startzeit eines Artikels verlangt Ebay künftig 20 statt 10 Cent. Will ein privater Verkäufer sein Angebot um eine nicht öffentliche Bieter- oder Käuferliste erweitern, zahlt er dafür bald 50 statt 39 Cent.

Darüber hinaus streicht Ebay die Option „100 0-Cent-Auktionen“. Angebote ohne Angebotsgebühr sind ihm zufolge nur noch mit dem „20 Plus Paket“ oder in Sonderaktionen verfügbar. Gewerbliche Anbieter müssen im Normalfall also eine auktionsbasierte Angebotsgebühr entrichten. Jeder Privatverkäufer kann aber weiterhin monatlich 20 Angebote einstellen, ohne eine Angebotsgebühr zu zahlen. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Festpreis, ein bestimmter Startpreis oder die „Sofort Kaufen“-Option ausgewählt wird. Ab dem 21. Angebot fällt jedoch eine nicht erstattungsfähige Gebühr von 50 Cent an.

Ebay zufolge gelten alle genannten Änderungen für Angebote, die ab dem 6. Mai 2015 eingestellt werden.

Mit der Ausweitung der Verkaufsprovision auf die Versand- und Verpackungskosten generiert Ebay zusätzliche Einnahmen. Aus Verkäufersicht kann sich die Änderung schnell negativ bemerkbar machen. Teilweise droht sogar ein Verlustgeschäft – etwa wenn nur ein Verkaufspreis von einem Euro erzielt wurde, aber der Artikel versichert versendet werden soll.

In den letzten Jahren hat Ebay die Verkaufsprovision kontinuierlich erhöht, auf inzwischen 10 Prozent und einen Maximalbetrag von 199 Euro. Im Februar 2008 galt noch eine Staffelung mit einem Höchstsatz von acht Prozent, aber kein Maximalbetrag. Wer einen Artikel für 500 Euro verkaufte, zahlte damals 26,50 Euro statt heute 50 Euro.

Themenseiten: E-Commerce, Ebay

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15 Kommentare zu Ebay erhöht Verkaufsgebühren für Privatverkäufer

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  • Am 5. Mai 2015 um 12:53 von Heinrich

    „Wir reiten das tote Pferd bis es zusammenbricht!“

    Geht es ebay so schlecht? Bei der geballten Werbeflut und den Umsätzen durch die Auktionen? Kann nicht wahr sein. Kann sich jeder der nicht ganz von der Sonderschule geflogen ist, über den Daumen ausrechnen, was da an Geld gewaschen wird.
    Wie würde die Firma nur da stehen, müssten die in Deutschland ihre Steuern abführen? Dann wäre der Gaul sicher schon lange begraben.
    Wenn man die zuletzt verfolgten Konzepte revue passieren lässt, viel Geld für sinnlosen Humug verbrannt.

    Auch wenn sich manche über die Versandkosten noch mal gesund stoßen ist es eine Frechheit, hier auch noch einmal die Hand aufzuhalten. Reichte es nicht, in vielen Kategorien die angebbaren Versandkosten zu beschränken?

    Und wieder wird es den Aufschrei nach Alternativen geben.

    Vielleicht werden nun die Flohmärkte auch wieder gefüllter anzufinden?

    Was kann zukünftig passieren …
    Bieten die Verkäufer zukünftig nur noch „Abholung“ an, den Versand klein gedruckt nur gegen getrennt entrichtete Versandkosten?

    Private Verkäufer findet man dort ja nur noch wenige;

    Da passt auch das Thema rein:
    http://www.n-tv.de/ratgeber/Sammler-wird-steuerpflichtig-article15017481.html

    Was sich dort alles tummelt, passt auf keine Kuhhaut mehr drauf.

    Beobachte diverse „Nischen“ seit geraumer Zeit; was hier manche „private“ Verkäufer für einen Lebensunterhaltumsatz für sich generieren, schafft Neid …

  • Am 5. Mai 2015 um 16:55 von Marco

    Als Betreiber des Auktionshauses Spandooly.de bin ich mal wieder erstaunt über die Strategie von Ebay. Als damals viele Neuerungen anstanden, wie PayPal-Pflicht, Gebührenerhöhungen oder das „einseitige“ Bewertungssystem, habe ich mich dazu entschlossen eigenhändig eine Alternative zu entwickeln.

    Ebay war für mich als Privatperson vor einigen Jahren noch eine spannende Verkaufsmöglichkeit und auch das ein oder andere Schnäppchen ließ sich dort machen.
    Meiner Meinung nach schafft sich dieser Marktplatz aber so langsam selbst ab.
    Ob die Berechnung einer Verkaufprovision auf den Gesamtpreis (inkl. Versandkosten) überhaupt „erlaubt“ ist, bleibt mir ein Rätsel, da der Versand eine Leistung ist, die Ebay nicht erbracht hat.

    Ob sich das Verkaufen für Händler in diesem Auktionshaus noch lohnt, würde mich auch mal interessieren. Privatverkäufer findet man dort auf jeden Fall immer weniger.
    Vielleicht gibt es hierzu ja noch eine Rückmeldung.

    Vielleicht trifft man sich ja auf spandooly.de wieder.
    Kostet ja nix. Weder heute, noch morgen. :-)

    • Am 17. Juni 2015 um 19:26 von Ingeborg Gruber

      Danke für die sachliche Darstellung für private Verkäufer! Ich habe meine Gebührenrechnung bei ebay heute angeschaut und bin entsetzt. Durch die Provision auf Versandgebühren hat sich meine Rechnung verdrei- bis vervierfacht.
      Wenn ich für den Käufer günstiger versende, bleibe ich auf dem 10% Versandgebühren der zuerst angegebenen Versandkosten sitzen, diese werde einfach bei Zustande kommen des Kaufes abgezogen, obwohl man die „ebay-Versandetikettierung“ gar nicht beansprucht.
      Wie kann man gegen diesen Wucher bzw. gegen diese Ungerechtigkeit vorgehen?
      Natürlich wechsle ich zu einer anderen Internet-Plattform. Man benötigt Geduld, bis Käufer bei einem anderen Auktionshaus „vorbeischauen“.
      Wie läuft es bei „Spandooly.de“?

    • Am 26. Juni 2015 um 14:51 von Wess

      Auf ale fälle wird man sich da treffen sollte das so weitergehnen.!! :o)

  • Am 6. Mai 2015 um 18:27 von Bengel

    Hallo, bin echt schwer enttäuscht von dem gierigen Verhalten von EBay.
    Bin dort seit 1999 gemeldet und habe auch so einiges Verkauft.
    Gerade so 1 Euro Auktionen.Das fällt jetzt flach, da Ebay ja wohl gegen seine eigenen Grundsätze “ Keine überzogenen Portokosten “ verstoßt.
    Wenn jemand eine andere Plattfornm bevorzug ,ich bin dabei.
    ByeBye Ebay.
    Hoffendlich machen es andere auch so, so das Ebay es an den Einnahmen merkt.

  • Am 16. Mai 2015 um 17:49 von Fabian Guenther

    Die von ebay greifen jedem ganz unverschämt in die Tasche !! Jetzt auch noch auf das Porto, dass ich normalerweise nur an das Logistik-Unternehmen zahlen muss!!!
    Ich gehe davon aus dass ebay sich dieser Tatsache bewusst ist und weiß dass es bestimmt nicht Gesertzeskonform ist !!!
    ebay bewegt sich somit Gesetzlich auf ganz dünnem Eis, das sie Gebühren verlangen womit sie garnicht zu tun haben !!!!

  • Am 21. Mai 2015 um 16:23 von elschnu

    Ebay schafft sich selbst ab – immer wieder ist Raffzahn und Gierschlund die Ursache dafür, dass auch große Unternehmen den Bach runtergehen. Dann soll es so sein – wir suchen uns als private Kleinverkäufer eben Alternativen

  • Am 23. Mai 2015 um 11:14 von lothar

    Ebay sollte erst einmal seine Seiten und deren Bedienerfreundlichkeit überarbeiten.
    Wenn ich z.B. (privat) Bewerten möchte, dann klicke ich auf die Linie wo der Bewertungstext reinkommt und siehe da…das System zeigt mir einige Bewertungstexte aus alten Bewertungen, ich muss also nicht immer alles einzeln eintippen.
    Das geht aber nur beim ersten mal.
    Sobald ich den Banner klicke“weitere Bewertungen abgeben“ geht dieses eben nicht mehr, es werden keine alten Bewertungen mehr angezeigt.
    Ich muss also mühsam wieder zurück auf „mein Ebay“ auf „verkaufte „Artikel“ und dann auf den Artikel und wieder „Bewertung abgeben“….oder eben ich schreibe alles von Hand.
    Und das hat Ebay schon seit jahren nicht hingekriegt.
    Aber immer und immer wieder diese scheiss Mitteilung „wie zufrieden sind sie mit uns“…
    Ich hab mir abgewöhnt da zu antworten, es ist einfach sinnlos auch nur 1 Tipper zu verschwenden.
    Die machen was sie wollen, nur Müll.
    Und profitgierig waren sie schon immer.
    Aber ich sag euch was…es kann kommen wer und was will….und es ist egal welcher Unternehmensbereich es ist…sie fangen klein an…werden grösser…noch grösser…und dann werden sie grössenwahnsinnig profitgierig und kriegen den Hals nicht voll.
    So ist es überall auf der Welt.
    Der Mensch hat einfach scheiss Gene und sollte vom Planeten gelöscht und vom lieben Gott ebenfalls „überarbeitet“ werden…haha..letzteres war ein kleiner Scherz aber..es ist auch etwas wahres dran;-)

  • Am 13. Juni 2015 um 11:39 von Martin

    Schaut euch nur einmal den Lebenslauf der Samwer-Brüder an, dann wird schon alles klar. Es geht hier nicht um eine Gänseblümchen-Internet-Community, sondern Zalando ist ausschliesslich zum Zweck der Übernahme durch ebay-US gegründet worden, gerade noch rechtzeitig, bevor ebay selbst nach Europa geschwappt wäre. Die Geschichte geht auch ausserhalb von ebay genauso weiter. Was dabei noch schlimmer ist, die Systeme funktionieren nicht mal mehr auf der normalen Nachrichten/ Aktivitäten/ Preisvorschlag/ Frage-beantworten Ebene vernünftig. Die Synchro zwischen den Modulen ist grauenhaft und längst beantwortete Anfragen bleiben 200 Jahre als offen stehen und das für 10% von jedwedem Umsatz.
    Nein Danke.
    PS. das hier geschriebene spiegelt nur meine persönlich Meinung und meine möglicherweise falschen Schlussfolgerungen wider

  • Am 22. Juni 2015 um 9:08 von Wolfgang Kramer

    Kann hier nur alle antworten Recht geben.
    Aber was mir hier abgeht ist Paypal, was ebenfalls von E-Bay ausgeht. Das wurde nicht umsonst getrennt, weil hier die Kosten ebenfalls extrem angestiegen sind. Auch der Käuferschutz ist nur Gerede, wenn man mehr als 3 Fälle meldet, bleibt man auf seinen Kosten hängen, egal ob man die Ware erhalten hat oder nicht. Man wird einfach gesperrt und das Guthaben kommt man 180 Tage nicht mehr dran.
    Auf alle Fälle was E-Bay da abzieht ist nur noch eine abzocke, und ich verstehe nicht warum immer noch so extrem viele Leute bei E-Bay Waren anbieten. Und wie schon erwähnt, es ist eine absolute Frechheit für Versand und Verpackungskosten ab zu Zocken.
    Kommen wir nochmal zu PayPal zurück, falls man bei PayPal dann gesperrt wurde und den Artikel noch bezahlt hat, kann man in keiner Weise mehr was fordern, auch nicht über E-Bay das Problem melden. Eine Bodenlose Frechheit. Aber es wundert mich auch nicht mehr, das immer mehr Händler nur noch Schrott bei E-Bay anbieten. Auch ist man nicht abgesichert, wenn man nachweislich für eine Ware bezahlt hat und es verkaufte ein Betrüger in E-Bay, der Ware anbietet und nie versendet. Man wird in jeder Hinsicht von E-Bay gezwungen mit den Zahlungsmittel zu bezahlen wo sie Gewinn machen. Egal um was es geht bei E-Bay man wird nur noch abgezockt,
    Als E-Bay eröffnet wurde, war es ein Knaller, aber wie schon oben geschrieben, Geld macht die Menschen gierig und man will immer mehr. Wenn das das Leben noch ist?????

  • Am 26. Juni 2015 um 14:35 von Alex

    smartvie.de ist ein weiterer online Marktplatz. Dort fallen einheitlich 4% Provision an und keine Einstellgebühren.

    Finde es schön zu sehen, dass es noch weitere Alternativen zu eBay gibt

  • Am 17. Juli 2015 um 10:06 von Thomas

    Da kann Ebay lange warten bis ich 10% Umsatzbeteiligung zahle. Wie man aber jetzt sieht sind sie damit noch nicht zufrieden, wenn jetzt auch die Versandkosten mit abgerechnet werden. Da die Versandkosten ja die Kosten für den Versand abdecken sollen, bedeutet das letztlich, das man weit über 10%, gerechnet auf den Artikelpreis, bezahlt. Und: Die Paypal Gebühren kommen ja oft auch noch dazu.

  • Am 17. Juli 2015 um 11:02 von Apple-Schrott

    Die Kreditkarten verlangen vom Händler zwischen 13% und 17%. Da ist ja ebay noch günstig. Du kannst aber über ebay-kleinanzeigen verkaufen. Kostet nix. Oder verkauf es überhaupt nicht und schmeißt die Sachen die du nicht mehr brauchst einfach weg. So würde ich es machen wenn ich denen nichts abgeben will. TOLLE ALTERNATIVE. Hi,hi…

  • Am 1. Oktober 2015 um 0:12 von Ronny

    Werde mir weitere Verkäufe über Ebay auch überlegen das ist der Wucher.Wenn der Artikel für nur 1nen Euro weg geht und mann den richtigen Versandpreis der Post angegeben hat Paket 15€ nach D zahlt mann schon drauf. Privat verkäufer wollen die wohl nicht mehr Danke.

  • Am 10. November 2015 um 19:00 von Talandra

    Bin sehr entsetzt, als ich die Rechnung nach meinen Verkäufen am Wochenende gesehen hatte.
    Ich hatte gerade mal wenn es hoch kam (ohne Versandkosten) ca. 79€ eingenommen gehabt, davon dann nun mal locker flockig 35€ an Ebay abstossen.
    Ich begreife dieses gierige Verhalten nicht, und werde daher auch mein Konto für die Zukunft was Verkaufen angeht dort nicht benützen.
    So gesehen wird sich Ebay mit rasender Geschwindigkeit ins Nirvana pusten…Bye Bye Ebay.
    Zusätzlich werde ich mal einen ganz bestimmten Menschen (Rechtsanwalt der Öffendlich) auf die Versandkosten Geschichte ansetzen.
    Für mich ein Ding was garnicht geht, und meiner Meinung nach abgeschafft werden sollte.
    Wer mitmachen will, kann sich gerne bei mir melden (Magelleth@eclipso.ch)
    Je mehr dagegen sich wehren, umso besser wieder für die Verkäufe…..Wenn überhaupt?

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