Linux Foundation gründet Open-Source-Projekt zur Drohnen-Entwicklung

Ziel ist eine offene Plattform für Drohnen-Software. An dem Projekt sind neun Hersteller und rund 1200 Entwickler beteiligt. Es soll vor allem nicht kommerziellen und nicht militärischen Zwecken dienen, darunter Umweltforschung, Natur- und Tierschutz sowie Rettungsdiensten.

Die Linux Foundation hat zur Eröffnung der LinuxCon Europe in Düsseldorf den Start eines Open-Source-Projekts zur Entwicklung einer Plattform für Drohnen-Software bekannt gegeben. „Dronecode“ wird von den Herstellern 3D Robotics, Box, DroneDeploy, jDrones, Laser Navigation, SkyWard, Squadrone System, Walkera und Yuneec unterstützt. An dem Projekt arbeiten bereits über 1200 Entwickler.

dronecode-logo

Zu den einzelnen Projekten gehören APM, Mission Planner, MAVLink und DroidPlanner. Den Vorsitz des Technical Steering Committee (TSC) übernimmt Andrew Tridgell. Er ist Chef-Betreuer der APM-Entwicklung und hat als Entwickler am Samba File Server gearbeitet.

„Open-Source-Software und kollaborative Entwicklung sind die treibenden Kräfte hinter Technologien in den angesagtesten und fortschrittlichsten Gebieten. Das Dronecode-Projekt ist ein perfektes Beispiel dafür“, sagt Jim Zemlin, Executive Director der Linux Foundation. „Indem die Dronecode-Community zu einem ‚Linux Foundation Collaborative Project‘ wird, kann sie auf die Ressourcen zurückgreifen, die ein solch massives Projekt in seiner Durchbruchphase braucht. Das Ergebnis werden noch größere Innovationen und eine gemeinsame Plattform für Drohnen- und Robotik-Open-Source-Projekte sein.“

Dronecode soll vor allem für nicht kommerzielle beziehungsweise nicht militärische Zwecke genutzt werden. Das Projekt richtet sich unter anderem an die Umweltforschung, Natur- und Tierschutz sowie an Rettungsdienste. „Die Einsatzmöglichkeiten für Drohnen sind grenzenlos. Einige unserer Kunden verwenden Drohnen, um damit Extremaufnahmen und Hollywood-artige Luftaufnahmen mithilfe komplett autonomer System zu machen“, erklärt Antoine Level, CEO und Mitbegründer von Squadrone System.

Box-CEO Aaron Levie sieht auch Einsatzmöglichkeiten für Drohnen im Bau-, Landwirtschafts- und Energiesektor. Mit ihnen werde die Zahl an digitalen Daten und Inhalten stark zunehmen, „die in der Cloud sicher gespeichert, geteilt und verarbeitet werden müssen“. Darüber hinaus eröffneten die Fähigkeiten der Drohnen zur Analyse, Speicherung und Darstellung von Daten ganz neue Anwendungsfelder im Geschäftskontext, heißt es in einer Pressemitteilung der Linux Foundation.

Einer Prognose des Marktforschungsinstituts Teal Group zufolge werden in den nächsten zehn Jahren die weltweiten Ausgaben für Forschung, Entwicklung und Tests von Drohnen auf 91 Milliarden Dollar ansteigen. Das Dronecode-Projekt soll die Innovationen dieser Technologien unterstützen und die Integration besserer, günstigerer und zuverlässigerer Open-Source-Software für unbemannte Luftfahrzeuge vorantreiben.

[mit Material von Andre Borbe, silicon.de]

Tipp: Wie gut kennen Sie sich mit Open-Source aus? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Themenseiten: Linux Foundation, Open Source

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