Bank of America beurteilt Bitcoin als potenziell bedeutende Bezahlmethode

Im E-Commerce könnte sie mit traditionellen Transaktionen konkurrieren. Als Gefahr sieht das größte Kreditinstitut der USA Kursschwankungen aufgrund von Spekulationen. Die kriminelle Nutzung wird ihm zufolge aufgrund der Nachvollziehbarkeit aller Transaktionen eher abnehmen.

Die Bank of America hat einen Forschungsbericht zur virtuellen Währung Bitcoin vorgelegt (PDF). Das überraschende Ergebnis: Die digitalen Münzen könnten nach Einschätzung der Autoren dauerhaft einen Wert von 1300 Dollar erreichen und „eine bedeutende Zahlmethode für den E-Commerce“ werden.

Wikipedia bezeichnet die Bank of America als größtest Kreditinstitut der Vereinigten Staaten. Ihre positive Beurteilung könnte der Bitcoin helfen, ihren Kurshöhenflug fortzusetzen. Eine Bitcoin ist an der japanischen Wechselbörse Mt Gox derzeit rund 1070 Dollar wert. In den letzten Tagen hatte der Kurs aber schon einen Spitzenwert um 1226 Dollar erreicht. Für einen Dämpfer sorgte dann ein an die Finanzbranche des Landes gerichtetes Verbot der chinesischen Zentralbank, mit Bitcoins zu handeln.

bitcoin

In ihrem Fazit schreibt dagegen die Bank of America: „Wir glauben, dass Bitcoin eine bedeutende Bezahlmethode für den E-Commerce werden und mit traditionellen Geldtransfer-Diensten konkurrieren könnte. Als Austauschmittel hat Bitcoin unserer Ansicht nach klares Wachstumspotenzial.“

Die Bank hat aber auch Bedenken. Durch Spekulationen vor allem in China ausgelöste Kursschwankungen etwa könnten die Akzeptanz mindern. Angesichts der Kursentwicklung sei ein Platzen der Blase denkbar. Weniger problematisch findet die US-Bank die Tatsache, dass die dezentrale Währung für kriminelle Aktivitäten genutzt werden kann, was ihrem Ruf in der Vergangenheit nicht zuträglich war. Die Tatsache, dass alle Transaktionen öffentlich einsehbar seien und die Transaktionshistorie einer Bitcoin nicht verändert werden könne, dürfte nach Meinung der Autoren letztlich ihren Nutzen für Schwarzmarktaktivitäten einschränken.

Bitcoin wurde 2009 eingeführt, aber erst 2011 erreichte die Währung einen größeren Bekanntheitsgrad. Der Kurs stieg damals von Centbeträgen auf etwa 2 Dollar. Anfang 2013 zahlte man rund 20 Dollar pro Bitcoin, aber im April schon 266 Dollar. Kein Wunder also, dass einige frühe Käufer ein Vermögen gemacht haben.

Abschließend legt die Bank of America eine Schätzung zum Zukunftsmarkt Bitcoin vor, dem sie ein Volumen von 15 Milliarden Dollar zutraut – bei einem Bitcoin-Wert von rund 1300 Dollar.

[mit Material von Dara Kerr, News.com]

Themenseiten: Bank of America, Bitcoin, E-Commerce

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1 Kommentar zu Bank of America beurteilt Bitcoin als potenziell bedeutende Bezahlmethode

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  • Am 8. Dezember 2013 um 18:19 von Bcoin

    Bitcoins existieren erst seit 4 Jahren!!! Bislang war alles nur eine Betaversion und Test ob und wie ein Bezahlsystem für das Internet funktioniert. Bei solchen Zukunftsmärkten stellt sich immer die Frage wie wird das Leben in 20 Jahren ablaufen. Gibt es dann noch Einzelhandelsgeschäfte oder wird alles per Klick übers Netz geliefert. Zukunft ja aber wie dies genau abläuft kann niemand sagen. Möglicherweise wird eine andere bessere Währung dem Bitcoin den Rang ablaufen. Momentan gibt es schon ca. 100 Altcoins also Klone mit Verbesserungen oder Verschlechterungen zum Bitcoin.

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