IFA: HDMI 2.0 mit einem Jahr Verspätung verabschiedet

Er ermöglicht Durchsätze von 18 GBit/s - über bestehende Kabel. Das heißt, dass sich 4K-Videos mit bis zu 60 fps übertragen lassen. Auch zwei Videos gleichzeitig und 32 Audiospuren werden unterstützt. DisplayPort beherrscht ebenfalls 4K mit 60 fps.

Die Spezifikation des Standards HDMI 2.0 ist abgeschlossen – wenn auch ein Jahr später als ursprünglich beabsichtigt. Der neue Standard für den Anschluss von Abspielgeräten aller Art an Bildschirme und Projektoren unterstützt 4K-Auflösung ohne Einbußen bei der Framerate – mit bis zu 60 Frames pro Sekunde.

Schon Version 1.4 hatte 4K- oder „Ultra HD“-Auflösungen ermöglicht, wenn auch mit Einschränkungen: bei 3840 mal 2160 Pixeln sind 30 Frames pro Sekunde möglich, bei 4096 mal 2160 nur noch 24 fps. Das liegt daran, dass sich der Kabeldurchsatz mit HDMI 1.4 noch auf 10 GBit/s beschränkte, HDMI 2.0 nun aber 18 GBit/s ermöglicht, wie das HDMI Forum auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin mitteilte.

HDMI-Logo

Der höhere Durchsatz bedeutet auch, dass sich zwei Videostreams gleichzeitig an einen Bildschirm übertragen und auf diesem parallel anzeigen lassen. Außerdem werden nun 32 Audiokanäle unterstützt.

Eine neue Kabelspezifikation für HDMI 2.0 gibt es nicht. Das zuständige Forum rät zwar, hochwertige Kabel zu verwenden, um Störungen vorzubeugen, aber günstige sollten im Regelfall ebenso funktionieren.

Den ursprünglichen Plänen nach sollte HDMI 2.0 Mitte 2012 fertig sein. Der konkurrierende Standard DisplayPort, der auch Teil von Thunderbolt ist, unterstützt bereits 4K-Video mit 60 fps. Das HDMI Forum hat seine 88 Mitgliedsfirmen jetzt aufgefordert, Vorschläge für die nächste Version zu unterbreiten.

Zunahme von HDMI-Geräten laut In-Stat (Diagramm: HDMI Forum)

[mit Material von Stephen Shankland, News.com]

Themenseiten: Displays, HDMI Forum

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