Schwacher PC-Markt lässt Dells Umsatz und Gewinn weiter schwinden

Dell hat seine Bilanz für das dritte Quartal seines Geschäftsjahrs 2013 veröffentlicht. Demnach ging der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent auf 13,72 Milliarden Dollar zurück. Der GAAP-Nettogewinn halbierte sich nahezu auf 475 Millionen Dollar. Der Non-GAAP-Aktiengewinn lag bei 0,39 Dollar (minus 28 Prozent).

Die Wall Street hatte mit einem Aktiengewinn von 0,40 Dollar bei Einnahmen von 13,9 Milliarden Dollar gerechnet. Analysten erwarteten für Dells drittes Quartal schwache PC-Verkäufe, hofften aber, dass diese durch das Server-Geschäft kompensiert werden könnten. Da dies offensichtlich nicht der Fall war, gab der Kurs der Dell-Aktie im vorbörslichen Handel am Freitagmorgen entsprechend nach – um 2,62 Prozent auf 9,31 Dollar. Seit Jahresbeginn hat das Papier mehr als ein Drittel seines Werts eingebüßt.

Dell musste in allen Sparten sinkende Umsätze hinnehmen. Das Segment Large Enterprise verlor gegenüber dem Vorjahreszeitraum 8 Prozent, der Bereich öffentlicher Sektor 11 Prozent, Mittelstand 1 Prozent und Verbraucher sogar 23 Prozent.

Nach Produktkategorien konnte lediglich Server und Networking zulegen (plus 11 Prozent). Die übrigen Kategorien büßten Umsätze ein. Services war mit einem Rückgang von einem Prozent noch am erfolgreichsten. Am deutlichsten verloren Storage und Mobility mit einem Minus von 16 beziehungsweise 26 Prozent.

Dell begründete die negative Entwicklung mit einer weltweiten Zurückhaltung bei den IT-Ausgaben. Die angespannte Weltwirtschaftslage werde auch im vierten Quartal eine Herausforderung darstellen. Positiv sei jedoch das frühe Interesse an Windows-8-Touch-Produkten.

Der Computerhersteller rechnet für das laufende vierte Fiskalquartal mit einem Umsatzplus von 2 bis 5 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Er erwartet, die Zielvorgabe für das Gesamtjahr von 1,70 Dollar Non-GAAP-Aktiengewinn zu erreichen.

Wie die Prozessorhersteller Intel und AMD leidet auch Dell unter dem schwachen PC-Markt. Der Siegeszug von Tablets und Smartphones macht den Unternehmen zu schaffen, die zu großen Teilen nach wie vor vom Geschäft mit Notebooks und PCs abhängig sind.

[mit Material von Larry Dignan, ZDNet.com]

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