US-Gericht bestätigt Strafe von 675.000 Dollar für Musikdownloads

Ein US-Bundesgericht in Massachusetts hat die Höhe der Geldstrafe für Joel Tenenbaum bestätigt (Urteil als PDF). Er war zu 675.000 Dollar Geldstrafe verurteilt worden. Tenenbaums Antrag auf ein neues Verfahren wurde nicht stattgegeben.

Logo der RIAA

Richterin Rya W. Zobel zufolge hatten die Geschworenen der Erstinstanz Tenenbaums Straftaten und den Schaden für die Kläger angemessen berücksichtigt. Zwei Jahre lang soll er trotz Warnungen Musik heruntergeladen und auch selbst zur Weiterverbreitung zur Verfügung gestellt haben. 31 Downloads konnte ihm der Kläger, die Vereinigung der US-Musikindustrie (RIAA), nachweisen.

Die Strafe liege im unteren Bereich für absichtlichen Urheberrechtsverstöße und auch innerhalb der Grenzen für unabsichtliche Vergehen dieser Art, erklärte die Richterin. Sie könne deshalb nicht als exzessiv bezeichnet werden.

Die Klage der mit dem Urteil äußerst zufriedenen RIAA datiert von 2007. Der damalige Student Tenenbaum wurde zunächst zu 675.000 Dollar Schadenersatz verklagt. Er nannte das Urteil verfassungswidrig und bekam in nächster Instanz recht. Das somit zugelassene Berufungsverfahren wurde aber abgeschmettert. Das jetzige Urteil bedeutet, dass der Fall nicht vor den US Supreme Court gehen wird.

[mit Material von Elinor Mills, News.com]

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu US-Gericht bestätigt Strafe von 675.000 Dollar für Musikdownloads

  • Am 24. August 2012 um 17:39 von siggi

    ja da werden gewaltverbrecher und mörder ziemlich milder bestraft….

    krass lächerlich

  • Am 25. August 2012 um 07:47 von bvdl

    …die USA sind in Punkto Rechtssystem ein krankes Land. Man kann sich wirklich gluecklich schaetzen, in Europa zu wohnen.

  • Am 26. August 2012 um 01:26 von Felix

    675.000 Dollar. Als Bankster wäre das sein Monatseinkommen.

    • Am 26. August 2012 um 20:28 von nf

      aber ohne Boni und Prämien ;-)
      Bin sowieso gespannt was vom CD-Preis im Laden noch der Künstler bekommt und was die Abmahnanwälte & Co. – ich schätze mal Verhältnis 1:50

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