Apple plant Rechenzentrum in Nevada

An diesem Standort würde es nur 79 Prozent des üblichen Steuersatzes zahlen. Er liegt außerdem näher am Firmensitz in Cupertino als die Alternative Oregon. Baubeginn könnte schon diesen August sein.

Apple plant ein weiteres Rechenzentrum in den USA: Als Standort hat es den Norden des Bundesstaats Nevada erkoren, nahe der Stadt Reno, wo ihm 89 Millionen Dollar Steuererleichterungen in Aussicht gestellt wurden. Das berichtet das Reno Gazette-Journal. Apple würde demnach in den nächsten Jahren rund eine Milliarde Dollar in den Standort investieren.

Apples Rechenzentrum in Maiden, North Carolina (Bild: Apple)
Apples Rechenzentrum in Maiden, North Carolina (Bild: Apple)

Die Behörden müssen den Bedingungen aber noch zustimmen, die sie heute und morgen diskutieren werden, wie die Zeitung schreibt. Neben der außerhalb der Stadt gelegenen Einrichtung soll es eine lokale Apple-Zweigstelle in der Innenstadt von Reno geben, die etwa für die Hardware-Einkäufe zuständig sein wird. Baubeginn könnte im günstigsten Fall schon im August sein.

Steve Hill vom Nevada Office on Economic Development Director sagte der Zeitung, Apple favorisiere den Standort, weil er näher an der Zentrale in Cupertino liege als die geplante ähnliche Einrichtung in Oregon. Ein weiteres Apple-Rechenzentrum entsteht auf der anderen Seite der USA: Die Anlage Maiden, North Carolina, soll ausschließlich erneuerbare Energien nutzen.

Die Steuererleichterungen sollen für zehn Jahre gelten. Sie bedeuten umgerechnet, dass Apple auf den Standard-Steuersatz eine Vergünstigung von 79 Prozent bekäme. Die Behörden erwarten über diesen Zeitraum nur etwa 16 Millionen Dollar Steuern von Apple. Allerdings würde der Bau selbst mit einem Budget von geschätzten 103 Millionen Dollar 580 Jobs in der Baubranche bringen. Der Betrieb der Einrichtung wird auf 343 Millionen Dollar geschätzt, die zu einem guten Teil an 41 Vollzeit-Angestellte und 200 Vertragspartner gehen würden.

Apple unterhält schon jetzt ein Büro in Reno. Es dient ihm hauptsächlich dazu, Milliarden Dollar an Steuern zu sparen, wie die New York Times im April berichtete.

Unklar ist, welche Stromquellen Apple in Nevada nutzen würde. Greenpeace hat den Dienst iCloud wiederholt als „schmutzig“ angeprangert und dies auch in einem Video visualisiert.

[mit Material von Donna Tam, News.com]

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Themenseiten: Apple, Business, Cloud-Computing, Rechenzentrum

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