Groupons Management wegen Versagens verklagt

Erneut hat ein Aktionär Beschwerde eingelegt. Groupons Manager sollen grob fahrlässig oder zumindest rücksichtslos gehandelt haben. Theresa Monturano will neben Schadenersatz auch drei Aufsichtsratsmitlieder bestellen können.

Eine Groupon-Aktionärin hat eine zweite Klage gegen das Schnäppchenportal eingereicht. Sie wirft dessen Management vor, es habe versagt. Theresa Monturano behauptet, Groupons Führung sei seiner Verantwortung nicht nachgekommen. Ende März hatte das Start-up sein Ergebnis für das vierte Quartal deutlich nach unten korrigieren müssen – aufgrund einer fehlerhaften Buchhaltung.

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„Aufgrund ihrer Positionen als Führungskräfte, Direktoren und/oder Treuhänder von Groupon und aufgrund ihrer Möglichkeit, die Geschäfte von Groupon zu lenken, hatten die Beklagten gegenüber Groupon und seinen Aktionären die treuhänderische Pflicht, aufrichtig, ohne böse Absicht und loyal zu handeln“, heißt es in der Klageschrift. Die Manager hätten entweder absichtlich, rücksichtslos oder grob fahrlässig gehandelt und ihre Pflichten verletzt oder ignoriert.

Groupon hatte vergangenen Monat nach eigenen Angaben „erhebliche Schwächen“ bei der internen Kontrolle seiner Finanzen festgestellt. Sein Ergebnis im vierten Quartal fiel schlechter aus, weil die Rückzahlungen an Partner höher waren als zunächst angegeben. Dadurch stieg der Verlust um 22,6 Millionen Dollar auf 70,6 Millionen Dollar, während der Umsatz um 14,3 Millionen Dollar auf 492,2 Millionen Dollar schrumpfte.

Monturano verlangt in ihrer Klage nicht nur Schadenersatz in nicht genannter Höhe, sondern will auch mindestens drei Kandidaten für Groupons Aufsichtsrat vorschlagen dürfen. Ein Sprecher des Unternehmens wollte die Klage nicht kommentieren.

Schon Anfang April, kurz nach Bekanntwerden der Korrekturen, hatte ein Aktionär Klage wegen Verschleierung eingereicht. Fan Zhang stellte zudem Antrag auf Sammelklage.

Die Korrektur von Groupons Ergebnissen hat indes auch die US-Börsenaufsicht SEC auf den Plan gerufen. Zwar gibt es bisher noch keine Entscheidung darüber, ob eine formelle Untersuchung stattfinden soll, sie liegt aber nach Informationen des Wall Street Journal durchaus im Bereich des Möglichen.

[mit Material von Steven Musil, News.com]

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