Hacker legen Website der israelischen Börse lahm

Auch die Site der israelischen Fluglinie El Al war betroffen. Es handelte sich um einen DDoS-Angriff; Daten wurden nicht entwendet. Die Hamas begrüßte die Attacken - die arabische Welt soll den elektronischen Krieg vorantreiben.

Anti-israelische Hacker haben die Website der israelischen Börse in Tel Aviv sowie die der nationalen Fluglinie El Al mit DDoS-Attacken lahmgelegt. Wie die New York Times (NYT) berichtet, handelt es sich anscheinend um eine pro-palästinensische Gruppe namens „Nightmare“.

Der Hacker „0xOmar“, der nach eigenen Angaben Anfang Januar Kreditkartendaten tausender Israelis gestohlen hatte, soll die israelische Nachrichtensite Ynet über den geplanten Angriff informiert haben. Weder der Flugverkehr von El Al noch die israelische Wirtschaft kamen zum Erliegen, und auch die Websites waren innerhalb weniger Stunden wieder erreichbar.

Nach Angaben von Yoni Shemesh, der die Website der israelischen Börse betreut, hatte sich sein Team schon vor Tagen auf einen Angriff vorbereitet. „Wir versuchen, Barrieren für die Hacker aufzubauen. Wir befinden uns in einem richtigen Cyberkrieg“, sagte er im israelischen Radio. El Al sagte der NYT, es habe seine Website aus Sicherheitsgründen selbst vom Netz genommen, nachdem es seltsame Vorgänge bemerkt hatte.

Mittlerweile ist die Website von El Al wieder erreichbar (Screenshot: ZDNet).
Mittlerweile ist die Website von El Al wieder erreichbar (Screenshot: ZDNet).

Ein Sprecher der Hamas lobte die Angreifer für eine neue Form des Widerstands gegen Israel. Laut der Financial Times Deutschland rief Sami Abu Suhri vergangenen Sonntag zu einer Verschärfung der Hackerangriffe auf Israel auf. Dies sei der Beginn eines neuen elektronischen Kriegs. Sowohl die Palästinenser als auch die anderen arabischen Völker sollten ihn vorantreiben.

Vergangene Woche war bekannt geworden, das ein mutmaßlich saudi-arabischer Hacker namens 0xOmar tausende Kreditkartendaten gestohlen und im Netz veröffentlicht hatte. Er selbst sprach von 200.000 Betroffenen; nach Angaben der Bank of Israel waren es nur 15.000 Kartendaten.

Die israelische Regierung drohte dennoch mit Vergeltung. Die Aktion sei ein terroristischer Akt. Unter den veröffentlichten Daten sollen sich auch jene von Shelly Jachimovitsch befunden haben, der Vorsitzenden der israelischen Arbeiterpartei Avoda.

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