Erster europäischer Supercomputer durchbricht Petaflops-Barriere

Es handelt sich um das Modell Tera 100 der französischen Atomenergiebehörde CEA. Der Supercomputer setzt sich aus 4370 Servern mit insgesamt 17.480 Xeon-Prozessoren und 300 TByte RAM zusammen. Die Spitzenleistung im Linpack-Test beträgt 1,25 Petaflops.

Der Supercomputer Tera 100 hat als erstes europäisches Modell die Petaflops-Grenze überwunden. Im Benchmark Linpack schaffte er 1,05 Billiarden Gleitkommaoperationen pro Sekunde. Die Spitzenleistung betrug 1,25 Petaflops. Derzeitiger Rekordhalter ist der chinesische Supercomputer Tianhe-1A, der es kürzlich auf 2,507 Petaflops brachte und der die Mitte November erscheinende halbjährliche Top-500-Rangliste voraussichtlich anführen wird.

Tera 100 hat Bull im Auftrag von CEA-DAM gebaut, dem militärischen Bereich der staatlichen Atomkraftbehörde CEA. Der Supercomputer wird von ihr vor allem für Simulationen genutzt.

Das System besteht aus 4370 geclusterten Servern der Reihe Bullx S, die zusammen 17.480 Intel-Prozessoren vom Typ Xeon 7500 einsetzen. Mit über 140.000 Speichermodulen kommt er auf eine Gesamtkapazität von über 300 TByte. Der Plattenspeicher ist 20 Petabyte groß und mit 500 GByte/s ansprechbar.

Für Bull dürfte Tera 100 nur ein Meilenstein sein, hat doch die nationale französische Einrichtung für High Performance Computing GENCI bei ihm den Bau eines Supercomputers mit 1,6 Petaflops in Auftrag gegeben. Er soll nach den Wissenschaftlern Pierre und Marie Curie benannt werden. Die Fertigstellung ist für Oktober 2011 geplant.

Supercomputer Tera 100 (Bild: Bull)
Supercomputer Tera 100 (Bild: Bull)

Themenseiten: Bull, Hardware, Supercomputing

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