Studie: Markt für Hybridfestplatten verdoppelt sich bis 2016 jährlich

Die Mehrkosten für das zusätzliche Flashmodul sind für Endkunden nicht höher als 40 Dollar. Es bringt aber einen deutlichen Performance-Schub. Objective Analysis erwartet einen Austausch aktueller HDDs gegen hybride Modelle.

Die Hybridplatte Momentus XT belegt, dass ein kleiner Flash-Anteil Anwendungen massiv beschleunigen kann (Bild: Seagate).
Die Hybridplatte Momentus XT belegt, dass ein kleiner Flash-Anteil Anwendungen massiv beschleunigen kann (Bild: Seagate).

Der Markt für Hybridfestplatten wird bis zum Jahr 2016 ein Volumen von 600 Millionen Stück erreichen, prognostiziert Objective Analysis. Die erste Generation der Technik, Festplatten mit Flashspeicher zu kombinieren, sei „clever, aber schlecht implementiert“ gewesen, sagen die Marktforscher. „Jetzt, da es funktionierende Produkte gibt, verspricht das Hybridlaufwerk, den Speichermarkt zu überrollen.“

Der Autor des Berichts, Jim Handy, schreibt: „Wir erwarten, dass sich der Hybridfestplattenmarkt jedes Jahr fast verdoppeln wird. So kommen wir 2016 auf ein Volumen von 600 Millionen Stück. Dieses blendende Wachstum wird dadurch zustande kommen, dass Hybridplatten Standard-HDDs in PCs ersetzen.“

Aktuelle Modelle in diesem Bereich fügen einer traditionellen Festplatte ein kleine Menge Flashspeicher hinzu. Diese Ergänzung kann jedoch einen Performance-Schub für einen geringen Aufpreis bringen. Handy schreibt in einer E-Mail an ZDNet: „Das NAND in diesen Modellen ist ziemlich klein. Die Seagate Momentus XT ist mit nur 4 GByte Flash wirklich sehr schnell, und auch die Nvelo Dataplex beschleunigt mit 16 GByte NAND eine klassische Festplatte ziemlich stark. Wir erwarten, dass neue Modelle der Jahre 2010 und 2011 mit rund 4 GByte kommen werden. Im Lauf der von der Voraussage abgedeckten Periode dürfte der durchschnittliche Flash-Anteil aber auf 16 GByte steigen.“

Für Kunden ist der größte Vorteil gegenüber reinen Flash-Laufwerken der deutlich niedrigere Preis von Hybridplatten. „Ein 4 GByte großes NAND-Modul – Single-Level-Cell-Technologie sollte hierfür reichen – erhöht die Fertigungskosten einer Festplatte heute um etwa 20 Dollar, also 30 bis 40 Dollar mehr für den Endkunden“, rechnet Handy. „Das würden viele gerne zahlen, während sie nicht bereit sind, 200 bis 500 Dollar zusätzlich für eine SSD auszugeben, die kleiner als eine HDD ist.“

Themenseiten: Hardware, Nvelo, Objective Analysis, Seagate, Storage

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