AMDs Bobcat und Bulldozer: weitere Details zu neuen Cores

Flache Notebooks mit dem Bobcat-basierten Ontario-Chip sind für das ersten Quartal 2011 angekündigt. Bulldozer soll zunächst in Server-CPUs zum Einsatz kommen. Die Integer-Performance verbessert ein neues Multithreading-Konzept.

AMD stellt auf der Mikroprozessorkonferenz Hot Chips seine für 2011 geplanten CPU-Kerne Bobcat und Bulldozer vor. Darauf basierende Chips sollen in flachen Notebooks bis 13 Zoll beziehungsweise Servern und Workstations zum Einsatz kommen.

Bobcat wird in AMDs erstem Fusion-Chip namens Ontario zu finden sein. Dabei handelt es sich um eine Kombination von CPU und GPU auf einem Die. Damit ausgestattete Geräte sollen im ersten Quartal 2011 auf den Markt kommen.

Ontario soll bei TSMC im 40-Nanometer-Verfahren hergestellt werden. Seine Architektur ist wie Intels Atom auf stromsparenden Betrieb optimiert. Er beherrscht im Gegensatz zu diesem allerdings Out of Order Execution, was auf eine höhere Single-Threaded-Performance schließen lässt. AMD verspricht für Ontario 90 Prozent der Rechenleistung eines aktuellen Mainstream-Notebook-Chips auf K8-Basis. Der Die soll allerdings nur halb so groß sein, was die Fertigung deutlich günstiger macht. Unterstützt werden neben x86-64 SSE, SSE2 und SSE3 sowie Virtualisierungsfunktionen. Ontario wird neben der Grafikeinheit vermutlich einen oder zwei Kerne an Bord haben.

Bulldozer wurde im Gegensatz zu Ontario auf hohe Performance optimiert. Er soll im laufe von 2011 zuerst in Servern zum Einsatz kommen. AMD will dabei Intels Hyperthreading übertrumpfen: Anstatt nur die Registersätze zu verdoppeln, verfügt ein Bulldozer-Core auch über zwei komplette Integer-Verarbeitungseinheiten mit jeweils eigenem Scheduler, eigener Pipeline und eigenem L1-Datencache. Die Fließkommaeinheit (FPU) teilen sich die Kerne allerdings. AMD nennt das Konstrukt „Modul“. Der Vorteil ist, durch die gemeinsame Nutzung von Ressourcen einen deutlichen Leistungszuwachs im Integer-Bereich bei moderater Zunahme der Die-Fläche zu erreichen. Der neue Core unterstützt den SSE-Nachfolger AVX sowie hardwarebeschleunigte AES-Verschlüsselung.

AMD verspricht für Bulldozer im Vergleich zum 12-Core-Prozessor Magny Cours bei gleicher TDP ein Drittel mehr Kerne und einen um 50 Prozent höheren Durchsatz. Dazu soll auch die geplante 32-Nanometer-Fertigung beitragen. Mit Interlagos (16 Cores, Server), Valencia (8 Cores, Server) und Zembezi (8 Cores, Client) sind mehrere Bulldozer-Chips angekündigt, die mehr vollwertige Integer-Ausführungseinheiten haben als Intels 8-Core- und 4-Core-CPUs.


Mit Bobcat und Bulldozer bringt AMD zwei Cores für unterschiedliche Einsatzbereiche (Bild: AMD).

Themenseiten: AMD, Hardware, Netbooks, Prozessoren

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