Der E-Postbrief kostet 55 Cent

Auch Einschreiben sind möglich. E-Mail-Adressen lassen sich kostenlos in das Konto einbinden. SAP und die Allianz gehören zu den ersten Partnern der Deutschen Post.

Der E-Postbrief ist gestartet.

Seit heute können Kunden der Deutschen Post ihre Briefe über das Internet verschicken. Ein bis zu 20 MByte großer E-Postbrief kostet 55 Cent – genauso viel wie ein herkömmlicher Standardbrief. Nutzer können wählen, ob er elektronisch oder ausgedruckt per Briefträger zugestellt werden soll.

Zusatzleistungen wie Einschreiben oder Farbausdrucke berechnet die Post extra; das E-Postbrief-Konto sowie die Einbindung von E-Mail-Konten und die Benachrichtigung per SMS sind kostenlos.

Der Softwarehersteller SAP und die Versicherungsfirma Allianz gehören nach Angaben der Post zu den ersten Kooperationspartnern. Auch Lotto Hessen, Mercedes Benz Motorsport, der Deutsche Fußball-Bund und die Zürich Versicherungsgruppe Deutschland wollen mit der Post zusammenarbeiten.

„Wir bringen das Briefgeheimnis ins Internet“, sagt Jürgen Gerdes, Konzernvorstand Brief der Post. Der E-Postbrief sei genauso verbindlich, vertraulich und verlässlich wie der Brief – dabei aber so schnell wie eine E-Mail.

Wer den Service nutzen möchte, muss sich einmal per Postident-Verfahren identifizieren. Danach wird das Konto freigeschaltet. Anonyme Mails, Spam und Adressdiebstahl sollen so vermieden werden.

Die E-Postbrief-Adresse folgt dem Schema „Name@epost.de“. Ist ein Name bereits vergeben, erhält der Kunde eine Adresse mit einer eindeutig zuordenbaren Zahl zum Schluss – etwa „Max.Mustermann58972@epost.de“. Nachdem sie ihren Namen reserviert haben, erhalten Nutzer einen Freischaltcode per Post. Ab November soll dieser Zwischenschritt entfallen.

Die Deutsche Post stellt den E-Postbrief digital oder ausgedruckt per Briefträger zu (Bild: Deutsche Post).
Die Deutsche Post stellt den E-Postbrief digital oder ausgedruckt per Briefträger zu (Bild: Deutsche Post).

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2 Kommentare zu Der E-Postbrief kostet 55 Cent

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  • Am 15. Juli 2010 um 8:59 von Jochen

    Freie fahrt für den gläsernen Bürger 2.0
    wow….
    ich muss schon staunen. „Post bringt Briefgeheimnis ins Internet“. Einfach nur lächerlich. Es ist mitlerweile hoffentlich kein Geheimnis mehr, dass die Bundesnetzagentur bei allen namhaften ISP’s ihre eigene Serverstruktur eingebunden hat, um sämtlichen Datenverkehr zu prüfen. Wo also soll dieses „Geheimnis“ ein solches sein? Und dafür dürfen wir dann auch noch Geld zahlen? Piraten, wo seid ihr??

    • Am 26. Februar 2011 um 10:46 von schnurz

      AW: Freie fahrt für den gläsernen Bürger 2.0
      recht hast du

      man muss diesen staasi 2.0 – dreck einfach nur wie früher „links“ liegen lassen, dann hat sich das bald von selbst erledigt…

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