ICANN erlaubt ab 2010 internationale Domainnamen

Damit sind künftig Webadressen mit chinesischen oder arabischen Zeichen möglich. Vorstandsmitglied Peter Dengate Thrush hält das für die größte technische Neuerung seit der Erfindung des Internets. Die EURid führt IDNs am 10. Dezember ein.

Die Internet Corporation of Assigned Names and Numbers (ICANN) hat angekündigt, ab Mitte des kommenden Jahres auch Top-Level-Domains mit anderen als lateinischen Zeichen zu akzeptieren. Wie ICANN-Vorstandsmitglied Peter Dengate Thrush erklärte, sind ab diesem Zeitpunkt internationalisierte Domänennamen (IDNs) möglich, beispielsweise mit arabischen oder chinesischen Zeichen.

„Das stellt für das Internet die größte technische Neuerung seit seiner Erfindung vor 40 Jahren dar“, sagte Thrush. „Von den weltweit mehr als 1,6 Milliarden Internetnutzern sprechen mehr als die Hälfte eine Sprache, die nicht das lateinische Alphabet verwendet“, fügte Rod Beckstrom an, CEO der Non-Profit-Organisation.

Mitte September hatte die Domainvergabestelle EURid angekündigt, ab dem 10. Dezember auch IDNs anzubieten. Sie erlaubt in .eu-Domains dann alle Zeichen der 23 offiziellen EU-Sprachen. Dazu zählen beispielsweise das schwedische å, die deutschen Umlaute ä, ö und ü sowie der gesamte Zeichensatz der Alphabete Bulgariens und Griechenlands.

Themenseiten: ICANN, Internet, Kommunikation

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1 Kommentar zu ICANN erlaubt ab 2010 internationale Domainnamen

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  • Am 26. Oktober 2009 um 18:48 von Jläbbischer

    Super…
    Dann halt demnächst jeder ein Poster neben dem Rechner an der Wand, auf denen die unzähligen Sonderzeichen (zumindest das jeweilige Ausland) per ASCII-Code aufrufen zu können.

    Oder die Zeichentabelle wird demnächst in den Autostartordner gepackt, damit man sie immer Greifbar hat.

    Schon die deutschen SOnderzeichen wären meiner Meinung vollkommen unnötig und sorgen nur für Geldsegen bei Providern und Vergabestellen, da alle Mäxchen Müllers zur Sicherheit gleich zwei Domains beantragen. Mit und ohne deutsche Sonderzeichen…

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