Russisches Kartellamt lässt Google-Deal platzen

Übernahme von Begun scheitert an mangelnder Selbstauskunft

Google hat erfolglos versucht, den zweitgrößten russischen Werbeanbieter zu akquirieren. Die russische Kartellrechtsbehörde FAS (Federalnaja Antimonopolnaja Sluschba) verhinderte, dass der Suchmaschinengigant das Unternehmen Begun schluckt, mit der Begründung, Google habe keine ausreichenden Informationen preisgegeben. Die Kartellbehörde hatte eine Liste von Eigentümern und Entscheidern des Konzerns gefordert.

Eine Einwirkung von Premierminister Wladimir Putin steht ebenfalls im Raum. Laut dem RBC Daily zeigte sich der Politiker nicht begeistert von den Übernahmeplänen. Das Internet, so Putin, werde hinsichtlich Publikum und Einfluss bald mit dem Fernsehen gleichziehen. Der Pressesprecher des Premierministers, Dmitri Peskow, sagte hingegen, dass Putin die Entscheidung der Kartellrechtsbehörde, wie im russischen Gesetz vorgesehen, nicht beeinflusst habe.

Der Leiter der FAS, Igor Artemjew, sagte: „Google wird eine neue Anfrage stellen müssen.“ Googles weitere Pläne sind noch nicht bekannt.

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