DRAM-Hersteller weiter pessimistisch

Ende der negativen Preisentwicklung frühestens im September erwartet

Wie DigiTimes berichtet, fallen die Vorhersagen der größten drei taiwanesischen DRAM-Produzenten Inotera Memories, Nanya Technology und Powerchip Semiconductor Corporation (PSC) pessimistisch aus. Im Rahmen einer am Mittwoch abgehaltenen Investorenkonferenz zeigte sich vor allem Inotera mit Blick auf das dritte Quartal nur wenig zuversichtlich. Der Konzern geht davon aus, dass sich die Preise für DRAM auch in der gesamten zweiten Jahreshälfte negativ entwickeln.

Laut Inotera-Präsident Charles Kau werden internationale Wirtschaftsturbulenzen nicht spurlos an der Speicherchip-Industrie vorüber ziehen. Insbesondere die hohen Rohstoff- und Energiepreise setzen der Branche zu. Auch die global ansteigende Inflation bereitet Kau Kopfzerbrechen. Die Auswirkungen auf die IT-Industrie könnten sich vor diesem Hintergrund verschärfen, sodass ein neuerlicher Preisverfall nicht mehr länger auszuschließen sei, so der Inotera-Manager. Der sich abzeichnende Aufschwung im dritten Quartal sei angesichts der schlechten Rahmenbedingungen ernsthaft in Gefahr.

Diese Sicht teilten auf der Konferenz auch Vertreter der PSC-Geschäftsführung. Das Grundproblem liegt laut PSC darin, dass die Nachfrage unter den Erwartungen bleibt und die Lagerbestände nach wie vor Überkapazitäten aufweisen. Nanya-Sprecher und Vizepräsident Pei-Lin Pai sieht ein Abflachen der kontraktbezogenen DRAM-Preise bereits für Anfang August – und dies, obwohl erst im zweiten Quartal eine Wertsteigerung für Optimismus in der Branche gesorgt hatte. PSC wiederum nimmt die langsam stabilisierende Situation der vergangenen Monate zum Anlass, nach einem schwachen dritten Quartal einen Aufschwung im September zu sehen.

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