Torvalds: Linux‘ Stärke ist seine Flexibilität

Windows-Nutzer sind dagegen von Microsofts Markteinschätzung abhängig

Linux-Kernel-Entwickler Linus Torvalds hat sein offenes Betriebssystem mit Microsofts Windows verglichen. „Linux‘ Stärke liegt nicht auf einem speziellen Gebiet. Es zeichnet sich durch seine Flexibilität aus.“ Diese Flexibilität drücke sich vor allem dadurch aus, dass jeder, der an der Entwicklung von Linux interessiert sei, daran teilhaben könne.

„Das Gute an Open Source ist, dass die Interessen einer Person oder eines Unternehmens nicht überhandnehmen“, lobt Torvalds die Linux-Gemeinde. So habe die Vielzahl an Entwicklern bewirkt, dass Linux in vielen Bereichen leistungsfähig und äußerst vielseitig sei. Linux werde deshalb auch in allen Bereichen eingesetzt – von Handys bis hin zu Mainframes.

„Im Bereich Virtualisierung beispielsweise verfolgt Linux verschiedene Ansätze“, sagt Torvalds. „Dass ich persönlich Virtualisierung für weniger aufregend halte, bedeutet gar nichts.“ Die Leistung von Windows hänge dagegen ausschließlich von Microsofts Einschätzung des Technologie-Marktes ab. Dieses Monopol in der Entwicklung spiegele sich in den vielen Einschränkungen von Windows wider: „Microsoft-User müssen sich auf die von der Softwareschmiede vorgegebenen Programme einlassen und haben wenig Einfluss auf weitere Entwicklungen.“

Themenseiten: Linux, Open Source, Software, Windows Vista, Windows XP

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3 Kommentare zu Torvalds: Linux‘ Stärke ist seine Flexibilität

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  • Am 28. November 2007 um 7:55 von None

    In BWL gefehlt ???
    Hallo,

    ich teile die Einschätzung von Herrn Torvalds nicht, weil in der freien Wirtschaft der Markt die Entscheidung trifft. Somit können die Interessen eines Unternehmens – abgesehen von der Monopolrente – nicht Überhand nehmen. Im Bereich Software belässt man es dann bei der alten Version oder kann immer noch auf ein anderes Produkt umsteigen.

    Die Stärke von Linux zählt nur für größere Unternehmen, welche sich eine Anpassung leisten können und wollen. In mittleren und kleinen Unternehmen fehlen dafür die personellen und finanziellen sowie das grundlegende Verständnis.

    Herr Torvalds hat nicht verstanden, dass man bei MS ein Produkt kauft und nicht die zukünftige Entwicklung. Weiterhin schließt es sich auch bei Linux aus, da ich diese dort auch nicht prognostizieren kann.

    Gruß,

    None

    • Am 28. November 2007 um 10:29 von noname

      AW: In BWL gefehlt ???
      zum glück sind die kleinen anwender keineswegs genötigt, nur microsoft zu nutzen.

      sie verhalten sich nur wie junkies, im kopf steht nur eins "ohne mein windows kann ich den tag nicht überleben". und wie es bei junkies nunmal ist, hilft da nur eine entziehungskur, die sicherlich schmerzhaft ist. aber wenn du da durch bist, wirst auch du die vorteile von alternativen os sehen und nutzen können.

      die, die das nicht durchstehen, werden halt bei m$ bleiben müssen. sie werden auch niemals vestehen, weshalb es andere os gibt, und sollten sich bei solchen diskussionen dann lieber zurück halten und dafür lieber in der zeit ein wenig mit ihrem outlook oder einem anderen schlecht funktionierenden m$ produkt rumspielen.

  • Am 1. Dezember 2007 um 22:11 von Gunnar Thielebein

    Um Hr. None zu zitieren
    Hallo,

    ich teile die Einschätzung von Herrn None nicht, weil in der freien Softwareentwicklung die Programmierer und Anwender die Entscheidungen der Weiterenentwicklungen treffen und nicht die Marketingabteilung. Und Markt != Marketing auch wenns ein BWL anders sieht.

    Die Stärken von Linux liegen in der Flexibilität, die es auch für kleinere / mittelständische Unternehmen interessant macht, die sich keine zusammengewürfelte Software aus Redmond leisten können, hoffentlich kommt auch irgendwann einmal der Unwille dazu.

    Herr None hat nicht verstanden, dass man Linux nichteinmal kaufen muss. Damit hinkt der von ihm gezogene Vergleich Linux / Windows schon in erster Instanz.
    Und der letze Angesprochene Punkt von Hr. None: grade dass frei zur Verfügung stellen von Sourcen schließt das Potenzial für Innovationen/Weiterentwicklungen ein(!), denn jeder darf "es" weiterverwenden und ver(schlimm)bessern.

    Gruß,

    One

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