Analysten weisen auf Windows-Preisanstieg hin

Betriebssystem ist im Vergleich zu anderen PC-Komponenten teurer geworden

Durch die Inflation ist der absolute Preis für einige Versionen von Windows Vista im Vergleich zu Vorgängerversionen von Windows leicht gesunken. Ein Upgrade auf Windows 98 kostete 1998 109 Dollar, das sind auf heutige Verhältnisse übertragen rund 83 Euro. 2007 werden daraus laut einer Site der Federal Reserve Bank of Minneapolis 137 Dollar, rund 104 Euro. Eine Lizenz des Upgrades auf Vista Home Basic kostet aber 99 Dollar, also 75 Euro.

Weil laut den Zahlen der NPD Group die Preise für Hardware in der Zwischenzeit erheblich gefallen sind, ist Windows ein vergleichsweise teurer Bestandteil des durchschnittlichen PCs geworden. 1998 beispielsweise habe ein typischer Desktop-PC 1100 Dollar gekostet, das wären heute 834 Euro, verglichen mit 650 Dollar (493 Euro) für einen heutigen Durchschnittsrechner. Steve Baker, Analyst bei NPD, sagt: „Es wirkt zwar so, als ob die absoluten Kosten für Windows mit der Zeit gestiegen sind – vor allem, wenn man sie mit den Preisen für den PC und andere Komponenten vergleicht. Die Preissteigerung erscheint aber höher, als sie tatsächlich ist. Wie bei der Hardware müssen wir den größeren Nutzen einrechnen, den ein Upgrade auf das Betriebssystem bringt.“

Microsoft verschenkt den Nutzen aber nicht komplett. Das Unternehmen hat teurere Editionen des Betriebssystem wie Windows XP Media Center Edition, Windows Vista Home Premium und Windows Vista Ultimate auf den Markt gebracht. Der Preis für die Einsteigerversionen ist zwar ungefähr gleich geblieben, doch wer die „Pizza mit allem“ will, zahlt mehr.

„Die Verbraucher bekommen aus ihrer Sicht viel mehr Leistung für ihr Geld als noch vor zwei Jahren,“ sagt Samir Bhavnani, Research Director bei Current Analysis. Ein Schönheitsfehler dieser Rechnung sei aber, dass Windows Vista nur auf leistungsfähigeren Maschinen richtig gut funktioniere. Bhavnani meint, dass es einige Anzeichen gebe, dass Vista den Preis für durchschnittliche PCs anhebe oder zumindest Preisverfall verhindere. Es sei aber noch zu früh für eine definitive Aussage.

Im Februar 2006 stieg jedenfalls der Prozentsatz der verkauften Desktops und Notebooks unter 500 Dollar im Vergleich zur vorausgegangenen Sommersaison, so der Analyst. Aber im vergangenen Februar, zur Markteinführung von Vista, sank der Marktanteil der Computer für unter 500 Dollar gegenüber der Sommersaison erheblich.

Michael Cherry, Analyst bei Directions on Microsoft, weist darauf hin, dass die meisten Käufer keinen richtigen Sinn dafür haben, welchen Preis sie für Vista bezahlen. Das Betriebssystem ist bereits fertig auf ihrem PC installiert, wenn sie ihn kaufen. Die meisten Kunden, die über den Preis für Windows nachdenken, sind laut Cherry die, die in einen Laden gehen und gezielt ein Betriebssystem-Upgrade kaufen.

Bislang liegen die Verkäufe von Vista-Boxen nach den Daten der NPD Group hinter denen von Windows XP. Cherry vermutet, dass die meisten Anwender eine Version von Vista kaufen werden, die ihrer XP-Version entspricht. Einige werden auf eine Version mit mehr Funktionen upgraden, was die Kosten, so wie sie vom Kunden wahrgenommen werden, erhöht. Das gilt vor allem, wenn sich ein Verbraucher für Vista Ultimate entscheidet. Das Update kostet 259 Dollar (rund 196 Euro) die Vollversion 399 Dollar (rund 300 Euro). „Das ist ein ganzes Stück teurer,“ sagt Cherry.

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1 Kommentar zu Analysten weisen auf Windows-Preisanstieg hin

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  • Am 28. Februar 2007 um 19:47 von dolf

    abwarten und tee trinken .
    moin !!!

    wer kein klicki bunti kram braucht kann bei xp bleiben oder wenn er umzulernen gewillt ist auf anderes und ( u.u. billigeres ) bs umsteigen .
    linux ist nur eins von anderen .
    um dem zwang zum vista kauf zu umgehen kann man sich seine kist auch selber zusammenschrauben …
    man spart vista und kauft lieber mehr ram oder ne bessere hd .
    ok der zu bequem dazu ist der löhne halt in m´$ taschen …

    jedem das seine …

    mfg

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