IPTV, HDTV und Full-HD: Großes Kino für alle

TV aus dem dem Internet, hochauflösendes Fernsehen auf dem Großbildschirm mit Kino-Sound im Wohnzimmer - alles längst keine Visionen mehr. Neben Fernsehern in Rekordgröße findet man auf der CeBIT aber auch Stereoanlagen, die Pfeiftöne erkennen.

In Zukunft könnten sich Wohnzimmerwände in riesige Displays verwandeln, die nach Belieben Videos oder Fotos im XXL-Format zeigen. Und anstelle der Frühstückszeitung lassen sich morgens die Nachrichten auf dem Badezimmerspiegel verfolgen. Einen Vorgeschmack auf solche Szenarien kann man sich in der Sonderschau Lifestyle@CeBIT in der Halle 2 holen.

Dass die Hardware-Ausstattung für Kino in den eigenen vier Wänden immer professioneller wird, zeigt etwa Sharp in Halle 1 (Stand A71) mit dem derzeit größten LCD-Fernseher der Welt. Er bietet eine Bildschirmdiagonale von 108 Zoll, was 2,73 Metern entspricht. Das 238 Zentimeter mal 134 Zentimeter große Full-Spec-LCD-Panel mit einer Auflösung von 4096 mal 2160 Pixel kommt aus „Kameyama II“, der einzigen Fabrik, die – so der Hersteller – in der Lage ist, „Muttergläser“ in ausreichender Größe und Qualität für Full-HD-Fernseher dieser Größe herzustellen. Für mehr als ein Messe-Exemplar reicht es allerdings noch nicht. Bis TVs mit einer solchen Größe in den Massenmarkt kommen, wird wohl noch die ein oder andere CeBIT vergehen.

Sharps Rekord-LCD-TV
Sharp zeigt den größten LCD-TV der Welt.

Wer nicht so lange warten will, sondern eine auf absehbare Zeit verfügbare Fernseh-Lösung sucht, findet bei Sharp auch Geräte mit Bildschirmdiagonalen von 52 oder 46 Zoll, die ab Mai im Handel ab 4199 beziehungsweise 5199 Euro erhältlich sein sollen. Die flachen Aquos-Modelle LC-46HD1E und LC-52HD1E sind aber nicht nur HD-Ready, sondern bieten Full-HD-Auflösung mit einer Reaktionszeit von etwa vier Millisekunden. Der Clou: Ein 160-GByte-Festplattenrekorder ist bereits integriert. Viele andere TV-Hersteller wie etwa Sony stellen hingegen auf der CeBIT 2007 keine Unterhaltungselektronik aus. Diesbezüglich hat die IFA der CeBIT klar den Rang abgelaufen.

Die HDTV-Technologie kann bis zu fünfmal so viele Bildinformationen wie herkömmliches Fernsehen übertragen. HDTV wird mit 1280 mal 720 Pixel als Vollbilder (720p) oder 1920 mal 1080 Pixel als „interlaced“ gesendet. Der Empfang ist in Deutschland zur Zeit per Satellit (DVB-S2) über einen HDTV-Receiver möglich. Im Unterschied zu einfachem HD, das mit 1280 mal 720 Pixeln progressiv (720p) dargestellt wird, bezeichnet Full-HD die Technik, 1920 mal 1080 Pixel „voll“ darstellen zu können. In HD-Auflösung senden derzeit in Deutschland Pro Sieben, Sat1, Premiere HD (Pay TV), Discovery HD (Pay TV) und Anixe HD.

Sharp Aquos LC-52HD1E
Sharp Aquos LC-52HD1E mit integriertem 160-GByte-Festplatten-Rekorder

Themenseiten: Arcor, Ericsson, Fraunhofer-Gesellschaft, Fujitsu Siemens Computers, HDTV, Panasonic, Sharp

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