Urheberechtsprozess gegen russischen Lehrer eingestellt

Gericht bezeichnet die Anklage als "zu trivial"

Ein russisches Gericht hat die Urheberrechtsklage gegen einen russischen Lehrer abgewiesen. Die Richter bezeichneten den Fall als „zu trivial“. Alexander Ponosow war vorgeworfen worden, Raubkopien von Microsoft Windows und Office auf zwölf Schulrechnern eingesetzt zu haben.

Der Lehrer hatte zu seiner Verteidigung angeführt, dass er die zwölf Computer mit der vorinstallierten Software gekauft habe, ohne zu wissen, dass es sich dabei um Raubkopien handelte. Dem Angeklagten hätten im Falle einer Verurteilung nach russischem Recht bis zu fünf Jahre Haft gedroht. Die Staatsanwaltschaft bezifferte den entstandenen Schaden auf 10.181 Dollar und forderte für den Angeklagten eine Geldstrafe von 114 Dollar.

Der Fall hatte international für viel Aufsehen gesorgt. In Russland wurde Microsoft vorgeworfen, hinter dem Prozess zu stehen. Das Unternehmen wies jedoch jegliche Beteiligung an der Anklage zurück. Der ehemalige sowjetische Präsident Michael Gorbatschow hatte sich in einem Brief sogar an Bill Gates gewandt und ihn um Gnade ersucht, weil der Lehrer sich keines Verbrechens bewusst gewesen sei (ZDNet berichtete).

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