PC-Markt kämpft mit Konsolen-Konkurrenz

HP vergrößert Abstand zu Dell

Der PC-Markt hat nach vorläufigen Zahlen der Marktforscher von IDC und Gartner auch im Schlussquartal 2006 weiter zugelegt, blieb aber hinter den Prognosen zurück. Laut IDC gingen in den vergangenen Monaten weltweit 65,6 Millionen PCs über die Ladentische und damit um 8,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gartner zählte 67,3 Millionen verkaufte PCs, ein Plus von 7,4 Prozent. „Im Verbraucherbereich kämpfte die PC-Industrie gegen Produkte wie Konsolen und Flachbild-Fernseher um einen Platz in der Geldbörse der Kunden“, erklärt Gartner-Analyst Mikako Kitagawa.

Gleichzeitig seien die Preisrückgänge, mit denen die Hersteller die Nachfrage ankurbeln wollen, angesichts des auf Januar verschobenen Vista-Starts nicht abgerissen, so Kitagawa. Für IDC waren vor allem der Vista-Start für Unternehmen sowie das Warten auf die Verbraucherversion prägend für das vierte Quartal. Darüber hinaus verzeichneten die Marktforscher einen anhaltenden Trend zu Notebooks und ein sich generell abschwächendes Marktwachstum.

Während Marktführer HP laut Gartner seine PC-Verkäufe im vierten Quartal um 24 Prozent steigern und seinen Marktanteil auf 17,4 Prozent ausbauen konnte, musste der schärfste Konkurrent im Kampf um den PC-Thron, Dell, Federn lassen. Zwar konnte Dell seine zweite Position am Markt verteidigen. Allerdings gingen die Verkäufe um 8,7 Prozent zurück. Der Marktanteil schrumpfte auf 13,9 Prozent.

Laut IDC konnten insbesondere HP, Acer, Toshiba und Apple von einer Kombination von Einzelhandels- und Verbraucher-Absatz, der Nachfrage nach Notebooks und aggressiver Preispolitik profitieren. Zur Entwicklung auf dem deutschen Markt wollte sich HP auf Anfrage vorerst jedoch noch nicht äußern. Die sinkende Nachfrage im Business-Bereich insbesondere in Europa machte dagegen vor allem Dell, Fujitsu-Siemens und Lenovo zu schaffen.

Im Gesamtjahr 2006 haben die Hersteller laut IDC 228,6 Millionen PCs und damit um zehn Prozent mehr als im Vorjahr verkauft. 2005 hatten allerdings Zuwächse in Höhe von 16 Prozent zu Buche gestanden. Den Berechnungen von Gartner zufolge sind im vergangenen Jahr rund um den Globus 239 Millionen PCs verkauft worden. Das Wachstum belief sich auf 9,5 Prozent.

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