AMD verfehlt trotz Gewinnsteigerung seine Ziele

Konkurrenzkampf mit Intel belastet das Ergebnis

AMD hat im abgelaufenen zweiten Quartal sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn kräftige Zuwächse verzeichnet, musste aber dem Preiskampf mit Branchenprimus Intel Tribut zollen. Der Umsatz kletterte etwa gegenüber dem Vorjahresquartal um 53 Prozent auf 1,22 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn konnte auf knapp 89 Millionen Dollar sogar verachtfacht werden. Als Wachstumstreiber erwies sich insbesondere die Rekordnachfrage nach AMDs Opteron-Prozessoren. Zufrieden war AMD trotz dieses Wachstums allerdings nicht. Die eigenen Umsatzziele seien verfehlt worden, so AMD-Finanzchef Robert J. Rivet.

Gegenüber dem Jahresauftakt musste AMD in den vergangenen drei Monaten einen Umsatzrückgang von neun Prozent hinnehmen. Der Chipabsatz ging um vier Prozent zurück. Verantwortlich dafür machte der kalifornische Chiphersteller vor allem den Preiskampf im Chipsektor, der die durchschnittlichen Verkaufspreise drücke. Die Bruttomarge ging im Vergleich zum ersten Quartal 2006 von 58,5 auf 56,8 Prozent zurück. Für die zweite Jahreshälfte rechnet AMD wieder mit einem Aufschwung. Der Umsatz soll im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal ansteigen.

Allerdings hat AMD in den vergangenen Monaten gegenüber dem Chiprivalen Intel Boden gut gemacht. „Auf der Umsatzseite haben wir Marktanteile verloren“, räumte Intel-Sprecher Hans-Jürgen Werner ein. Intel hat im abgelaufenen Quartal Umsatzeinbußen und einen Gewinnrückgang von satten 57 Prozent hinnehmen müssen. Nun will das Unternehmen aber mit einer Reihe neuer Produkte Marktanteile zurückgewinnen. In der kommenden Woche erscheint etwa der neue Desktop-Prozessor Core 2 Duo in den Handel und setzt damit den Rivalen wieder vermehrt unter Druck.

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