VoIP auf dem Sprung zum Billionenmarkt

Studie: Konvergenzboom steht bevor

Die Internettelefonie ist auf dem Sprung zum Billionenmarkt. Davon geht jedenfalls die Unternehmensberatung Deloitte in der aktuellen Studie „Digital Convergence: The Trillion Dollar Challenge“ aus. Demnach soll der weltweite VoIP-Markt bis 2010 ein Volumen von einer Billion Dollar erreichen. Eine ähnlich viel versprechende Entwicklung sagen die Experten auch den IP-Anwendungen voraus, zu denen etwa digitale Abspielgeräte der nächsten Generation oder Video-Telefone gerechnet werden. Darüber hinaus ließen auch Produkte wie IP-Fernsehen, mobile Inhalte für Handys oder Online-Musik in fünf Jahren „substanzielle Umsätze“ erwarten, heißt es in der Studie.

Laut Studie haben erst das zunehmende Zusammenwachsen von Technologie-, Medien- und Telekomindustrie, in der Dotcom-Ära nur eine Modeerscheinung, diesen Aufschwung möglich gemacht. Nun steht uns ein „Konvergenz-Boom“ bevor. „Konvergenz wurde während des Dotcom-Booms zum Schlagwort, konnte die Erwartungen aber zunächst nicht erfüllen“, erklärte Andreas Gentner, Leiter des TMT Industry Teams bei Deloitte. „Das Problem war“, so Gentner, „dass das Konzept einerseits auf noch nicht ausgereiften Technologien basierte, andererseits aber sofort Gewinn bringen sollte.“

Mittlerweile seien Dienstleistungen und Produkte wie Online-Musik oder IP-Anwendungen auf dem Markt, die Kundenbedürfnisse erfüllten und mit denen sich auch Geld verdienen ließe, so die Studie. „Unternehmen, die digitale Konvergenz als Wettbewerbsvorteil verstehen und nutzen, können davon in hohem Maße profitieren“, sagte Gentner. Die Konvergenz könne aber auch vorhandene Geschäftsmodelle innerhalb relativ kurzer Zeit zunichte machen, so Gentner. Wer sich dem Trend verweigert, dem stehen laut den Deloitte-Experten düstere Zukunftsaussichten bevor.

Themenseiten: Telekommunikation, VoIP

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4 Kommentare zu VoIP auf dem Sprung zum Billionenmarkt

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  • Am 11. November 2005 um 13:02 von Richtigsteller

    Noch ´ne Studie die…
    … keine qualifizierte Aussage trifft.

    Wo sind die Erkenntnisse?
    Wer hat die Studie in Auftrag gegeben?
    Wer ist Deloitte? und welche Interessen steuern die Studie?

    Fragen über Fragen, aber keine Antwort!

    Fakt HEUTE ist doch:
    Im Unternehmenseinsatz bringt VoIP zur Zeit noch etliche Nachteile mit sich, und ist daher nur sehr begrenzt, wenn überhaupt zu empfehlen ! Proprietäre HW + Protokolle, Sicherheitsthematik, Kosten für Installation und Betrieb…

    + Auch VoIP kostet, nämlich Bandbreite.
    Und viele die investieren wissen bis zum Wirkbetrieb nicht was da eigentlich auf sie zukommt!

    Wer investieren will dem empfehle ich dringend eine KOSTENBERATUNG, und zwar BEVOR Gelder fliessen.

    Viele Grüße
    von einem der mehrere Seiten betrachtet.

    PS: Schön dass es billige Angebote für Private gibt, aber das ist noch lange nicht dass was man Durchbruch nennt!

    • Am 11. November 2005 um 17:34 von Komiker

      Wer ist Deloitte … ?
      Der Name ist falsch geschrieben. Richtig heißen muss es " De Toilette" ;-))

  • Am 1. Dezember 2005 um 19:28 von Tom

    Billion oder Milliarde
    The english "billion" is normaler- und korrekterweise mit der deutschen "Milliarde" zu übersetzen. Da in dem Text auch von "Billion Dollar" die Rede ist, nehme ich mal stark an, dass es sich hier um einen Übersetzungsfehler handelt. Oder sollte der VoIP Markt tatsächlich Billionen schwer sein…?

    • Am 1. Dezember 2005 um 19:31 von Tom_der_lesen_lernt

      AW: Billion oder Milliarde
      Wer lesen kann ist klar im Vorteil. "trillion" = Billion

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