Italien: Chatten kommt den Firmen teuer

Arbeitnehmer kompensieren online Frust und Einsamkeit

Jährlich entgehen den Unternehmen in Italien bis zu 500 Millionen Euro durch den Online-Chat ihrer Mitarbeiter, denn jeder dritte Angestellte widmet sich lieber dem chatten, als der Arbeit. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Marktforschungsinstitut Internet Monitoring durchgeführte Studie über die Nutzung von Chat-Angeboten. Dies berichtet die italienische „Republicca“. Die Studie wurde im Zeitraum von November 2004 bis Jänner 2005 durchgeführt und ermittelte die Nutzung der acht wichtigsten italienischen Chat-Lines, auf die pro Tag bis zu 22 Millionen User zugreifen, anhand eines Samples von 200 Usern.

Besonders während der Geschäftszeiten sind die Internet-Chats gut besucht. Die Studie konnte feststellen, dass die Mehrheit der Chatter männlich ist (53 Prozent), unter 30 (67 Prozent), überwiegend ledig und mittelmäßig gebildet (60 Prozent) und meist in einer Führungsposition (40 Prozent). Das User-Profil der Frauen unterscheidet sich grundlegend von dem der Männer, denn die Studie konnte ermitteln, dass 67 Prozent der weiblichen User nicht ledig, sondern verheiratet sind und gegenüber den Männern weniger gebildet und demzufolge in einer niedrigeren Position tätig sind (80 Prozent).

63 Prozent der Befragten, die von ihrem Arbeitsplatz aus chatten, geben als Grund für die Nutzung von Online-Chats an, dass sie mit ihrer derzeitigen Beschäftigung nicht zufrieden sind. Weitere Hauptanreize für die Benutzung von Chatrooms liegen für 57 Prozent der Befragten darin, dass sie Freundschaften knüpfen können und Aufmerksamkeit und Zuwendung bekommen.

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