Filmindustrie knüpft sich Bittorrent-User vor

100 neue Klagen eingereicht

100 BitTorrent-Filesharer sind in das Visier der Filmindustrie geraten und sind von der Motion Picture Association of America (MPAA) verklagt worden. Laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ kündigte die Organisation an, weitere Klagen gegen User des Filesharing-Dienstes Edonkey und Direct Connect einzureichen.

Bittorrent und Edonkey unterscheiden sich in ihrer Funktionsweise von den großen Filesharing-Programmen wie Kazaa, bei dem die User direkt miteinander verbunden sind. User stellen bei diesen Diensten ihr Musik- oder Filmmaterial passiv zur Verfügung. Bei Bittorrent hingegen werden die User mit Mittelsmännern verbunden, so genannten Trackern, die ihnen beim Aufspüren von Material behilflich sind.

Für die Filmindustrie ist entscheidend, dass die User bei Diensten wie Bittorrent aktiv am Filesharing-Prozess beteiligt sind, weil sie als Tracker bewusst und aktiv Schritte durchführen müssen, um ihr Material zur Verfügung zu stellen. Die MPAA erhofft sich leichter gegen diese User klagen zu können. Vergangenen Monat reichte die MPAA Kollektivklagen gegen zwölf Einzeluser ein, die jedoch zurückgewiesen wurden.

Themenseiten: Business, Telekommunikation

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Filmindustrie knüpft sich Bittorrent-User vor

Kommentar hinzufügen
  • Am 16. Dezember 2004 um 13:44 von paternoster

    Wie können Amerikaner im Ausland Server schliessen?
    Offenbar gilt schon jetzt amerikanisches Recht auf der ganzen Welt. Irgendwelche Amerikaner schicken irgendwelche Leute auf der Welt los um ihnen Unliebsame aus dem Verkehr zu ziehen. Bisher war ich der Meinung, dass das nur die Mafia schaft.
    Aber Amerikaner können offenbar überall auf der Welt einfach daherkommen und tun und lassen was sie wollen.

    • Am 18. Dezember 2004 um 18:19 von chicken

      AW: Wie können Amerikaner im Ausland Server schliessen?
      Ganzeinfach mein lieber! Mit jüristischen mitteln!!! Hast du gedacht die schicken ein Aufräumkommando dahin? :D. nein nein nein! Die Amis oder besser die Labels und die Firmen ziehen vor Gericht und verklagen die user bzw. server in dem jenigen Land ganz legal ohne Waffen und Gewalt.

    • Am 11. Februar 2005 um 21:09 von Tronje

      AW: Wie können Amerikaner im Ausland Server schliessen?
      Was hindert die MPAA in dem jeweiligen Land zu klagen. Was hindert ein Gericht egal wo in der Welt, per Rechtshilfeersuchen Serverfiles zu bekommen? Wenn Abkommen darüber bestehen ist das alles kein Problem. Dauert zwar etwas , führt aber in 95% der Fälle zum Erfolg.

      Tronje

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *