Zwölf Prozent der britischen IT-Jobs von Offshoring bedroht

BCS: Ausbau der Fähigkeiten als Erfolgsgarant für die Branche

Mindestens zwölf Prozent der britischen IT-Jobs sind von der Auslagerung in Billiglohnländer wie Indien und China (Offshoring) bedroht. Das geht aus einer aktuellen Studie der British Computer Society (BCS) hervor. Aber obwohl der Trend zur Auslagerung von IT-Jobs anhalten und der Offshoring-Markt im Jahresvergleich weiterhin um 20 Prozent zulegen wird, sieht die Zukunft für die britischen IT-Spezialisten laut BCS gar nicht so düster aus. Der Ausbau der eigenen Fähigkeiten sei der Schlüssel für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der britischen IT-Branche, heißt es in der Studie.

Derzeit fehlen in Großbritannien qualifizierte Fachleute auf Gebieten wie der Systemintegration und dem Projektmanagement. Auch in den Bereichen Recht, Finanzen und Architektur steige der Bedarf nach IT-Fachkräften. Die geringe Arbeitslosigkeit in der Branche von weniger als vier Prozent deute auf die gute Lage im IT-Bereich hin, so der BCS. Die Branche müsse ihre Fähigkeiten kritisch mit denen der Weltbesten messen, dürfe aber auch nicht die eigenen Wettbewerbsvorteile unterschätzen, sagte Studienleiterin Elizabeth Sparrow.

„Traditionelle IT-Fähigkeiten wie die Softwareentwicklung sind weltweit allgegenwärtig und ein enger Fokus auf die technischen Fertigkeiten und ihre Anwendung wird den IT-Spezialisten von morgen nicht helfen“, sagte BCS-CEO David Clarke. Allzu oft würde die IT-Branche aber auch ihre eigene wirtschaftliche Kompetenz unterschätzen. Lebenslanges Lernen werde wesentlich für viele IT-Spezialisten, so Clarke.

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