Peoplesoft: Großinvestor will nicht verkaufen

Analysten sehen dadurch neue Unsicherheiten

Die Auseinandersetzung um die Übernahme von Peoplesoft tritt in die entscheidende Phase. Am Freitag wird sich der Ausgang der seit 17 Monaten ausdauernden Schlacht entscheiden. Oracle hat bereits angekündigt, den Plan nicht mehr weiter zu verfolgen, wenn bis dahin nicht mindestens die Hälfte aller Aktien im Besitz des Unternehmens ist.

Einen Rückschlag muss Larry Ellison schon jetzt verkraften. So hat mit „Private Capital Investment“ einer der größten Institutionellen Anleger angekündigt, seinen Anteil in Höhe von 9,3 Prozent zum gebotenen Preis von 24 Dollar pro Aktie nicht veräußern zu wollen.

In einem Schreiben an die US-Börsenaufsicht teilte Private Capital mit, dass man ernste Bedenken habe, ob das Angebot von Oracle den tatsächlichen Wert von Peoplesoft widerspiegelt. Erwartungsgemäß hat Peoplesoft die Entscheidung der Gesellschaft begrüßt. Das Board des Übernahmekandidaten hatte sich ebenfalls dagegen ausgesprochen.

Während sich Oracle bei Private Capital offenbar eine Abfuhr geholt hat, konnte man mit „Capital Guardian Trust“ den größten Institutionellen Investor von der Annahme des Angebots überzeugen. Das Unternehmen hält einen Anteil von 10,2 Prozent, was rund 37,4 Millionen Aktien entspricht.

Branchenbeobachter und Investoren sind bislang sicher davon ausgegangen, dass Oracle die Übernahme am Ende durchziehen wird. Die Entscheidung von Private Capital bringt jedoch neue Unsicherheit in den Markt. „Es wird sehr knapp ausgehen“, meint Bernstein & Co-Analyst Charles Di Bona. „Es ist wie wenn man die ganze Nacht wach bleibt und sich die Präsidentschaftswahl ansieht. Man weiß nicht, wie es ausgehen wird.“

Themenseiten: Business, Oracle, PeopleSoft

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