Microsoft: Kostenlose Tools nur für lizenziertes Windows

Überprüfung durch ActiveX-Plugin und Eingabe des 25-stelligen Registrierungsschlüssels

Softwarehersteller Microsoft hat mit „Photo Story 3“ eine neue Version seiner Software zur Erstellung von animierten Foto-Slideshows vorgestellt. Die Software kann kostenlos von der Microsoft-Website heruntergeladen werden, allerdings nur, wenn man eine korrekt lizenzierte Windows-Version besitzt.

Vor dem Download muss der Anwender das „Genuine Advantage-Programm“ durchlaufen, das auf dem Rechner ein ActiveX-Plugin installiert und dazu auffordert, den bei jeder lizenzierten Windows XP-Version mitgelieferten 25-stelligen Registrierungsschlüssel einzugeben. Durch den Abgleich mit einer internen Datenbank will Microsoft so feststellen, ob die installierte Windows-Version korrekt lizenziert ist.

„Das Problem ist, dass eine hoher Prozentsatz der Nutzer keine Originalsoftware nutzt“, so David Lazar von Microsoft. Ein guter Prozentsatz derer glaube jedoch, echte Software einzusetzen und wurde betrogen. Mit kostenlosen Lockangeboten wie Photo Story 3 wollen die Redmonder nun die Spreu vom Weizen trennen. Bislang hätten den Prozess rund 800.000 Anwender durchlaufen. Wie hoch die Zahl der nicht korrekt lizenzierten Windows-Versionen war, wollte Microsoft jedoch nicht bekannt geben.

Erst in der vergangenen Woche sagte Microsoft-CEO Steve Ballmer auf einer Konferenz des Marktforschungsinstitutes Gartner, dass ihm Software-Piraterie am meisten Sorgen macht, mehr als die Linux-Konkurrenz und Probleme mit der Sicherheit. Nach Zahlen der Business Software Alliance gehen der IT-Branche durch Piraterie jedes Jahr Umsätze in Höhe von 29 Milliarden Dollar verloren.

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1 Kommentar zu Microsoft: Kostenlose Tools nur für lizenziertes Windows

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  • Am 29. Oktober 2004 um 11:07 von paternoster

    Nicht Überraschend: Geldscheffeln geht vor Kundennutzen
    Die Aussage von Herrn Balmer überrascht nicht, ist der Hauptgeschäftszweck doch Abzocke und nicht ein gutes Produkt für den Kunden zu liefern. Daher wird der uralte Quark möglichst lange breitgetreten und immer wieder neu überteuert verkauft. Auf wirkliche Innovation für den Benutzer kann man daher gut verzichten (Gegenbeispiel: neue Linspire Internet Suite). Da M$ ja so wenig verdient, leidet es ja besonders unter den Raubkopierern ;-) Die Frage ist: wer ist eigentlich der Räuber?

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