Kabel Deutschland muss mit Übernahme warten

Bundeskartellamt verweigert Genehmigung - KDG zu Zugeständnissen bereit

Das Bundeskartellamt hat der geplanten Übernahme der drei kleineren Kabelgesellschaften ish, iesy und Kabel Baden-Württemberg durch die Kabel Deutschland GmbH (KDG) vorerst eine Abfuhr erteilt. Wie die Financial Times Deutschland (FTD) heute, Montag, berichtet, wird KDG jetzt die Abmahnung des Kartellamts prüfen und über die weitere Vorgehensweise entscheiden. Das Unternehmen ist nach Angaben eines Sprechers aber zu Zugeständnissen bereit. Einzelheiten zu den Bedenken der Behörde wurden nicht bekannt.

Anfang April hatte KDG die Übernahme der Konkurrenten zum Preis von 2,7 Mrd. Euro bekannt gegeben. Nach dem Zusammenschluss hätte das Unternehmen ein bundesweites Kabelnetz betrieben, an das mehr als 17 Millionen Haushalte angeschlossen sind. Private TV-Sender haben sich laut FTD gegen eine Genehmigung der Übernahme ausgesprochen, da sie fürchten, dass KDG Bedingungen für die Aufnahme ihrer Programme ins Netz stellen würde.

Nach Angaben von Branchenkennern würde das Bundeskartellamt der Übernahme aber zustimmen, wenn sich KDG verpflichtet, sein Netz aufzurüsten. Dann könnten die Kabelkunden ihre Anschlüsse auch als Internet-Verbindung nutzen, wodurch der Deutschen Telekom Konkurrenz gemacht würde. Bis zum 7. Oktober dieses Jahres will das Kartellamt über die Übernahme der drei Kabelbetreiber entschieden haben.

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