Bug in Red Hats Fedora Core 2 verhindert Start von Windows

Patch soll in Kürze verfügbar sein

Ein Bug in der „Fedora Core 2“-Variante von Red Hat Linux hat bei einigen Usern dafür gesorgt, dass bei Parallelinstallationen mit Windows das Microsoft-OS nicht mehr gestartet werden konnte. Auf der Windows-Partition wurden allerdings keine Daten zerstört. Durch eine manuelle Rekonfiguration einer Datei kann das Problem jedoch umgangen werden.

„Wir glauben, dass dies kein schwerwiegendes Problem ist“, so Red Hat-Programmierer Cristian Gafton in einem E-Mail-Interview. Außerdem sei „nur ein kleiner Teil der Systeme“ betroffen. Gafton stellte einen Bugfix in Aussicht.

Das Problem ist auf Änderungen zurückzuführen, die bei der Installation des Fedora Core 2 an der FAT gemacht werden. In einigen Fällen schreibt das Red Hat-OS die Änderungen in einem anderen Format, was dann dazu führt, dass Windows XP die Partition nicht mehr erkennt.

Themenseiten: Software

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Bug in Red Hats Fedora Core 2 verhindert Start von Windows

Kommentar hinzufügen
  • Am 9. Juni 2004 um 11:34 von Torty

    Für alle bei denen es schon zu spät ist
    Hier findet man eine recht gute anleitung wie man es wieder hinbekommt :-) Bzw wie es erst garnicht passiert.

    http://lwn.net/Articles/86835/

    Torty

  • Am 10. Juni 2004 um 7:01 von Werner Harrichhausen

    Bug ? No Bug it’s a Feature !
    So oder so ähnlich hätte dies Microsoft beantwortet!

    Nun eigentlich liegt es nicht am Dateisystem sondern am MBR. Der neue Kernel 2.6 und die Bootmanager Lilo / Grub benötigen nicht mehr die erstellte Plattengeometrie aus dem MBR sondern beziehen diesen Wert vom BIOS.
    Dies tum derweilen auch andere moderne Betriebssysteme. Die Ausnahme stellt M$ Windowssysteme dar, sie enthalten noch einen "alten" Bootmanager der diese Daten aus dem MBR benötigt.

    Ich denke, dies ist nicht unabsichtlich so, es soll nun einmal verhindert oder erschwert werden, das ein anderes Systeme neben M$ Windows verwendet wird.
    Dies dürfte der eigentliche Grund für den Fortbestand des alten Bootmanagers sein.

    Schließlich sind die Festplatten seit DOS nun einmal deutlich angewachsen. Die ürsprüngliche Grenze von 512 MB sind bei Weitem übertroffen worden.

    Eigentlich wird für den Headerwert einen Dummywert von 255 angesetzt.
    Dieser Wert wird bei der Installation von dem neuen Kernel und durch den Bootmanager überschrieben.

    Für die Verwendung des neuen Kernels ist das Überschreiben nicht wichtig, da die Plattengeometriedaten vom BIOS bezogen werden.

    Zur Lösung bietet Fedora ein Workaround mit cfdisk an, der diesen Eintragsfehler beheben wird.

    Der Witz ist: Eigentlich ist dies tatsächlich ein Feature und kein Bug.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *