Unterschrift per Handy ersetzt Behördengänge

A1 Signatur für ortsunabhängiges E-Government

Tu felix Austria: Der österreichische Mobilfunkprovider Mobilkom Austria hat heute im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien den Launch der elektronischen Unterschrift A1 Signatur bekannt gegeben. Der in Zusammenarbeit mit A-Trust entwickelte Service soll wie die österreichische Verwaltungssignaturordnung am morgigen Freitag in Kraft treten.

Nach Angaben der Mobilkom sollen künftig sämtliche Anwendungen des E-Government wie die Beglaubigung von Meldezetteln von jedem internetfähigen Computer aus möglich sein. Der Service steht auch Kunden anderer Mobilfunkbetreiber offen. „Uns war dabei wichtig, sowohl die Sicherheit der vertraulichen Daten gewährleisten zu können, als auch die Anwendung so unkompliziert wie möglich zu halten“, kommentierte Hannes Ametsreiter, Vorstand Marketing, Vertrieb und Costomer Service bei Mobilkom Austria.

Die Sicherheit ist nach Angaben der Mobilkom dadurch gewährleistet, dass kritische Daten weder auf dem Handy noch auf dem Gerät, von dem man sich ins Internet einwählt, gespeichert werden. Die A1 Signatur sei eine „reine Serverlösung“, so Ametsreiter. Die Bezahlung von etwaigen Gebühren, wie etwa bei der Anforderung eines Reisepasses, kann über Paybox als zertifiziertem Zahlungsmittel auch vom Handy aus erledigt werden. Die Mobilkom Austria hofft nach Angaben von Ametsreiter auf „einige Tausend“ Interessenten für den Service.

Wie der Chief Information Officer des Bundes, Reinhard Posch, versicherte, gibt es Interessen sowie Umsetzungsansätze weiterer Netzbetreiber, einen ähnlichen Service anzubieten. Derzeit könnten bereits etwa 20 Verfahren im E-Government-Bereich abgeschlossen werden. Bislang könnten Amtspapiere aber nur auf dem Postweg zugeschickt werden. Erst ab Sommer 2004 steht nach Angaben Poschs eine sichere Lösung für den Download von einem Zustellserver zur Verfügung.

„Es ist niemand gezwungen, E-Government zu nutzen“, sagte die Leiterin der Abteilung Datenschutz im Bundeskanzleramt, Waltraud Kotschy. Die elektronische Bürgerkarte sei eine freiwillige Einrichtung. Bis zum Jahr 2008 habe die Regierung eine Eingewöhnungsphase für die Services im E-Government eingeplant. Erst danach werde endgültig entschieden, wie es in diesem Bereich weitergehe, so Kotschy.

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