Preiskampf auf australischem Mobilfunkmarkt

Minutenpreise um mehr als die Hälfte reduziert

Der australische Mobilfunkanbieter Vodafone Australia hat offenbar vor, ab April 2004 die Minutenpreise für Gespräche in seinem Mobilfunknetz drastisch zu reduzieren. Das berichtet der Branchendienst AustralianIT heute. Demnach erwarten Experten Preise von rund 0,2 Australischen Dollar (0,12 Euro), was den Preisen für Gespräche im lokalen Festnetz entspricht. Die durchschnittlichen Mobilfunkpreise liegen derzeit bei rund 0,55 Australischen Dollar (0,33 Euro) pro Minute.

„Wir wollen unsere Kundenbasis auf insgesamt 3,5 Millionen bis Ende März nächsten Jahres ausbauen“, sagte Vodafones Geschäftsführer Grahame Maher. „Unser Ziel ist es, die Lücke zwischen den Kosten für Mobilfunk und Festnetz zu schließen“, so Maher weiter. Derzeit besitzt das Unternehmen rund 2,65 Millionen Kunden und ist damit der drittgrößte Anbieter von Mobilfunkdiensten in Australien hinter Marktführer Telstra (6,98 Millionen) und der SingTel-Tochter Optus (5,73 Millionen).

Nach Angaben von AustralianIT könnte der Preiskampf den Branchenprimus Telstra rund ein Zehntel seines Jahresumsatzes im Mobilfunkbereich (2003: 4,5 Milliarden Australische Dollar)kosten. Vodafone Australia, Tochterunternehmen des weltgrößten, britischen Mobilfunkanbieters Vodafone, will durch die Reduzierung der Preise offenbar seinen seit zwei Jahren rückläufigen Marktanteil wieder erheblich steigern.

Themenseiten: Business, Telekommunikation

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